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Das erklärte große Ziel des vergangenen Jahres war es auf zwei Rädern umherradeln zu können. Das Projekt Fahrrad fahren lernen in der Super 8 – Version.


Vier Länder Rundfahrt und ein Esel
Sarah Sophie August – Oktober 2014 – St. Pierre sur Mer, Lazise, Niederrhein, Roggel
Musik – Coralie Clément – De Paris a St. Petersbourg

Das ganze Jahr 2014 als Schmalfilmversion ist in der Cinemathek verfügbar.

Geschrieben in Düsseldorf, North Rhine-Westphalia, Germany.

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Dein Waldkindergarten ist nicht nur konfessionslos, sondern auch säkular – das ist mir wichtig – aber eine gewisse christliche Grundhaltung bleibt zwangsweise nicht verborgen. Das hat Deine Mutter erstaunlich gut verkraftet, was ich auf ihre globale Begeisterung für diese Institution an sich schiebe. In Deinem 40. Lebensmonat hat sie einige mehrwöchige Projekte bei einem Kunden in Wuppertal, was zur zwangsläufigen Folge hat sie zuhause zu haben. Das finden wir beide gut, ist aber auch irgendwie ungewohnt. Und wer viel zu Hause ist muss eben auch manchmal in den Wald. Die Waldwandertruppe Deines Kindergarten verlässt sich nämlich nicht auf städtischen Hobbyrömer die in jedem November ständig an einem anderen Tag durch irgendwelche Stadtviertel reiten und rote Mäntel zerteilen.

Nein, das machen sie schon selbst und das ziemlich imposant wie ich bemerken möchte. Wenig wundersam treffen wir uns alle im Wald. Und das höchstprofessionell: Ich habe mich für Glühwein und heißen Apfelsaft in die ausgehängte Liste eingetragen und liefere meine zehn Liter brav beim organisierten Shuttleservice ab. Deine Freundin Helene nebst Ihres Vaters sind ebenfalls mit von der Partie. Da offensichtlich jede Familie ein paar Bekannte und Freunde im Gepäck hat sammelt sich an einem Freitag gegen fünf Uhr nachmittags eine rund 150 Personen starke Truppe zur kollektiven Nachtwanderung. Eine eigens organisierte Kapelle spielt auf und dann führt der Weg im stockdunkel quer durch den Wald einzig beleuchtet von Euren selbstgebastelten Laternen und einer Unmenge an Kerzenbefüllten Marmeladengläsern. Vorneweg ganz stilecht auf einem Schimmel der Herr im roten Mantel.

Viel mehr Mystik geht glaube ich nicht. Du bist begeistert und stapfst fröhlich neben uns her. Irgendwann kommen wir auf einer Lichtung an und bilden einen riesengroßen Kreis um der brauchtumsüblichen Mantelteilung beizuwohnen. Unterdessen wird immer wieder munter gesungen und ich muß gestehen nicht besonders textsicher zu sein, summe aber fleißig mit. Nach einer Weile geht es erneut in tiefdunkler Nacht als Lichterzug durch das Gehölz. Nun zum ortsansässigen Förster, der sein Areal für ein nicht gerade bescheidenes Lagerfeuer zur Verfügung stellt. Selbstverständlich gibt es hier Weckmänner, allerlei Fingerfood und ich stelle fest nicht der einzige Glühweinlieferant zu sein. Was sich allerdings innerhalb der nächsten Stunde nicht als Nachteil herausstellt. Kurzum eine genauso imposante wie gelungene Veranstaltung.

Verständlicherweise ist Deine Begeisterung diesen Ort zu verlassen nicht sonderlich ausgeprägt zumal Du mir unaufhörlich unbedingt nochmal das große weiße Pferd zeigen musst, nicht ohne zu bemerken, daß Du auch schon auf einem so super, super, super (…) großem Pony gesessen hast und genau das doch gerade jetzt für eine adäquate Freizeitgestaltung hältst.

Auf dem Rückweg – diesmal nicht durch den Wald, sondern ganz profan mit der Straßenbahn – erkundigst Du Dich noch mal sicherheitshalber danach warum der Mann auf dem großen weißen Pferd denn nun seinen Umhang mit den armen Mann im Wald geteilt hat? Bevor ich Dir nun die gesamte Lebens- und Legendengeschichte des Herrn von Tours zwischen zwei Haltestellen erkläre, begnüge ich mich mit der wahrscheinlich gebräuchlichsten Kurzfassung: Da der Heilige Martin eben nur seinen Umhang dabei hatte und dem armen Bettler so bitterkalt war hat er eben diesen geteilt und so mussten beide nicht frieren. Das leuchtet Dir ein und Du strahlst mich an: „Der Marley aus dem Kindergarten hatte einmal keine Butterbrotdose dabei, da habe ich ihm meine gegeben.“ „Genau“ entgegne ich „das ist im Prinzip das gleiche, und da man eine Brotdose ja nicht auseinander teilen kann wie einen Umhang, hast Du ihm eben die ganze Dose gegeben“. Dann wieder Du: „Da haben wir getauscht.“

Das ist zuviel christliche Nächstenliebe für Deine Mutter und sie funkt dazwischen: „Und was hast Du dafür bekommen?“ Grinsend kommt von Dir ein melodisches „Nichts!“. „Dann ist das aber nicht tauschen.“ widerfährt es Deiner Mutter. Wenn Du etwas abgibst, musst Du auch etwas dafür bekommen. Nun kommst Du in den Geschichten etwas durcheinander und fragst nach, was der Bettler im Wald denn dem Martin gegeben hat? „Nichts!“ antworte ich schnell, dann wieder Deine Mutter: „Siehst Du, deshalb hat er auch nur einen halben Umhang bekommen.“ Glücklicherweise kommt uns vor der völligen Umdeutung des christlichen Brauchtums eine Straßenbahnhaltestelle dazwischen und wir steigen aus. Nachdem wir zuhause angekommen sind, Du bereits in Deinem Bett entschlummert bist, habe ich bei Deiner Mutter nachgefragt, ob sie bei der Martinsgeschichte nicht eventuell irgendetwas mit Teilen und Verhandeln durcheinander gebracht hat?

Mit unverständlichem Blick antwortet Sie nur: „Wer hat denn mit diesem christlichen Blödsinn angefangen? – Was hat Ihre Brotdose mit Eurem komischen Heiligen zu tun?“

Mit einer jüdischen Mutter kann man einfach nicht verhandeln. Amen!


Lichterwald
Sarah Sophie November 2014 – Düsseldorf
Musik – St. Martin ritt durch Schnee und Wind – Kinder des Waldkindergarten Düsseldorf

Geschrieben in Samoëns, Rhone-Alpes, France.

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Zu Beginn Deines 39. Lebensmonats, einem Oktober, sind wir ein verlängertes Wochenende auf einem holländischen Campingplatz irgendwo in der Provinz Limburg gelandet. Deine Mutter begeht das zwanzigjährige Bestehen Ihres Arbeitgeber ordentlich standesgemäß irgendwo an der portugiesischen Atlantikküste, hat aber einen passenden Rückflug nach Maastricht gefunden und kommt am Samstag zu uns. Wir beide reisen bereits am Freitag morgen an und ich stelle fest, daß wir im Kinderparadies eingetroffen sind. Es wimmelt nur so von kleinen Menschen jeden Alters und Du schließt schnell Freundschaften auf dem Spielplatz. Ich bin mit der Wahl des Ausflugsziel zufrieden. Gegen Nachmittag treffen wir auf unsere Nachbarin Carla, zwei Jahre älter und Du bemerkst zu meinem großen Erstaunen, das Deine neue Spielkameradin den gleichen Namen trägt wie Deine Sommerfreundin aus Südfrankreich vom vergangenen August. Von nun an seit ihr beide nicht mehr auseinander zu bekommen. Mittagessen ohne Carla ist unmöglich, der Nachmittagssnack ebenso.

Carla scheint es nicht weiter zu stören, daß Sie zwei Jahre älter ist und kümmert sich rührend um Dich. „Carla ist meine Freundin“ höre ich mehr als nur einmal. Wenn Dich etwas interessiert, sei es ein Spielzeug, ein Tier oder eine bestimmte Person, dann gibt es für den Moment nichts anderes. Und Carla ist jetzt im wahrsten Sinn das Objekt Deiner Begierde. Carlas Vater und ich bilden von nun an den Club der Abgemeldeten. Um unsere Trauer zu kompensieren werden wir förmlich genötigt ein Bier zu trinken, während ihr beide das Kletterhäuschen des Spielplatz mit Beschlag belegt. So vertrödeln wir den ganzen Tag und abends schläfst Du mir fast beim Abendessen ein. Ein schöner Tag, wenngleich ich mir etwas mehr väterliche Beteiligung gewünscht habe. Aber Du bist glücklich und man kann halt nicht alles haben.

Der folgende Samstag läuft genauso ab und zum Nachmittag hin erscheint Deine Mutter auf der Bildfläche, etwas mitgenommen von drei Tagen Feierei, aber zumindest körperlich anwesend. Auch das erweckt jetzt nicht so ganz großes Interesse bei Dir, es gibt ja Carla und wer braucht da schon seine Eltern. Irgendjemand hat mal gesagt, Kinder können grausam sein – ein weiser Spruch wie wir bestätigt werden.

Am Sonntagmorgen kletterst Du aus unserem Campingbus um mit Deiner Mutter zum Bäcker zu spazieren und der Platz neben uns ist leer. Carla ist weg. Meine Befürchtung zumindest für heute ein todtrauriges Kind ob der plötzlichen Abwesenheit Deiner neuen besten Freundin vorzufinden zerstreust Du in Windeseile. Es passiert rein gar nichts. Keine Frage, kein Unverständnis, absolut keine Reaktion Deinerseits. Ich glaube Du hast noch nicht einmal bemerkt, daß Familie Carla nicht mehr da ist. Soviel selektiver Egoismus erstaunt mich dann doch etwas, das gebe ich zu. Für Deine Mutter ist das alles hingegen völlig normal. Ich vernehme so etwas wie „Ihre Mutter ist doch wieder da – wer braucht da noch irgendeine Carla.“ Ich glaube ich habe an dieser Stelle bereits einmal bemerkt für wie unwiderstehlich unersetzbar sich Deine Mutter in jeder Hinsicht hält.

Jedenfalls beschließe ich einfach mal nicht nachzufragen ob da eine Carla vermisst wird. Der Spielplatz ist jetzt interessanter und nachdem Du mitbekommen hast, das es hier auch noch ein Schwimmbad gibt ist klar wie wir den Tag verbringen. Holland zu verlassen ohne zumindest einmal die lokalen Frittierkünste in Anspruch zu nehmen halte ich für gänzlich unhöflich dem Gastland gegenüber und so legen wir an einer passenden Frikandelbude auf dem Heimweg einen Stop ein.

Hier überraschst Du mich heute ein weiteres Mal in dem Du Deiner Mutter von Deiner neuen Freundin Carla erzählst: Das Du mit Ihr zusammen auf dem Spielplatz warst und im Kletterhäuschen Sandkuchen gebacken hast. „Die Carla war schon fünf und geht bald in die Schule.“ rapportierst Du gestenreich. Ich wende ein, daß „Carla ja immer noch fünf ist“ und man dann eben nicht „war“ sondern „ist“ sagt. Deine Reaktion kommt postwendend: „Aber Papa, die Carla ist ja dann weggefahren, also war sie nicht mehr da. Aber jetzt ist sie ja nicht mehr meine Freundin, sie ist ja schon groß und zur Schule gefahren – jetzt suche ich mir eine neue Freundin wenn wir nächste Woche wieder hierherfahren.“

„Wir fahren also nächste Woche wieder hierhin?“ frage ich zurück. „Ja, das hast Du doch der Mama gesagt.“ In der Tat habe ich irgendwann Deiner Mutter entgegnet „Das ist doch sehr nett hier, da können wir ja noch einmal herkommen.“ Die daraus resultierende Schlussfolgerung stammt allerdings exklusiv von Dir.

Wahrscheinlich ist es purer Zufall, aber die kommenden Wochenenden sind wir wirklich immer hierhin gefahren. Und wenig überraschend gab es jede Woche eine neue Carla. Und wenn sie zufällig nur holländisch spricht interessiert Dich das auch nicht sonderlich. Wozu auch, für zwei Tage.

Ist Oberflächlichkeit eigentlich erblich?

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Nun besuchst Du einen neuen Kindergarten, oder zumindest das was Deine Eltern dafür halten. Die Einrichtung besteht aus drei großen Bauwagen und ganz viel Wald drumherum: Herzlich Willkommen im Waldkindergarten zu Düsseldorf. Dein Einstand erfolgt nach Maß. Zum Kennenlernentag erscheinst Du mit Deiner Mutter zwei Stunden zu spät, dafür aber direkt vom Flughafen via Opa-Shuttle und selbstverständlich im passenden Outfit. Da kennt Deine Mutter nix. Nichtsdestotrotz werdet ihr beide freundlichst willkommen geheißen und Deine Mutter schafft es tatsächlich in der verbleibenden Stunde uns erstens in rechte Licht zu Rücken und zweitens alle noch offenen Fragen zu klären. Das finde ich respektabel und sollte nicht unerwähnt bleiben.

Eine Woche Eingewöhnung absolvierst Du mit Deiner Mutter bei passablem Septemberwetter ohne nennenswerte Probleme – sieht man davon ab, daß Du mehr als einmal darauf bestehst die mütterliche Anwesenheit auf keinen Fall aufgeben zu wollen, egal wie toll hier die Bäume sind. Das sei Dir zugestanden zumal ohnehin nach dieser Woche die materne Präsenz berufsbedingt endet. Eine der vielen Änderungen im Vergleich zum bisherigen Kindergarten ist unter anderem der Umstand daß hier nicht nur ein weibliches Regiment herrscht sondern es auch einen männlichen Erzieher gibt.

Genauer gesagt gibt es Björn oder konkret beschrieben Björn-Superstar denn er kann nicht nur die besten Geschichten vorlesen wie Du mir mehrfach bestätigt, sondern aus Seilen Hängematten zwischen Bäumen konstruieren und macht offenkundig auch sonst ausschließlich Dinge die Dich mehr als nachhaltig begeistern. „Björn macht das so, Björn hat das gesagt.“ Und so weiter. Waren bisher vor allem Deine Mutter und ich diejenigen Helden, die alles konnten so müssen wir seit diesen Tagen unseren Superheldenstatus mit Björn teilen. Das schmerzt allerdings nur bedingt, da ich zugeben muß einen männlichen Erzieher in Deiner Gruppe schlicht großartig zu finden.

Deine ersten und wahrscheinlich leider nicht letzten Zeckenbiss hast Du Dir direkt am ersten Tag abgeholt und am folgenden Tag mit den anderen Waldkindern eine Art Fachsimpelstunde zu diesem Thema abgehalten in der Ihr Euch gegenseitig stolz die jeweiligen Zeckenstellen gezeigt habt. Man geht hier also recht entspannt mit diesem Thema um und Du läßt von nun an jeden Abend eine väterliche Inspektion nach den überflüssigen Blutsaugern anstandslos zu.

Deine Begeisterung für die Wald- und Flurtruppe rund um Björn steigt stetig und ihr scheint täglich singend durch die Wälder zu ziehen, jedenfalls hat sich Dein Musikrepertoire deutlich erweitert. Damit die Eltern der vielen Waldwichte und Baumtänzer da auch gehörig mithalten können flattert uns irgendwann eine Einladung zur fröhlichen Liederrunde ins Haus. Mit meiner Annahme, bei dieser Veranstaltung an irgendeinem Wochentag gegen elf Uhr vormittags lediglich auf ein paar hauptberufliche Mütter zu treffen, liege ich grandios daneben. Nicht wenige Eltern sind in vollständiger Familienstärke angetreten und so formt sich eine gut dreißig Personen umfassende Sangesgruppe die nicht gerade leise den Grafenberger Wald erschallen lässt. Im Waldkindergartenreich scheint also etwas mehr elterliches Engagement erwartet zu werden was mich interessiert in die Zukunft blicken läßt. Zum Laternen basteln für Sankt Martin habe ich mich selbstverständlich bereits eingetragen nachdem wir den ersten Elternabend bereits ausfallen lassen mussten, da uns ein sehr verlängertes Wochenende am Gardasee dazwischen gekommen ist.

Aber zurück zu Deinem neuen Superhelden: Eines schönen Tages magst Du, offenkundig völlig grundlos, partout nicht in den Kindergarten. Wir erleben das komplette Abwehrprogramm: Unser persönliches Morgendrama startet mit Zähneputzen, da tut erst die Zahnbürste weh, dann ist das Wasser zu kalt und überhaupt ist alles doof. Frühstücken deklarierst Du zu einer völlig unnützen Veranstaltung in deren Verlauf Du mir verständlich machst, daß Du Dein Müsli selbstverständlich gar nicht essen kannst, da ja bekanntlich die Zahnbürste scheinbar irreparable Schäden angerichtet hat. Dann bist Du von jetzt auf gleich müde und versteckst Dich unter der Bettdecke. Nach mindestens einem Dutzend Nachfragen ob eines eventuellen Unbehagen am Vortag im Wald gebe ich auf und beschließe, daß Du heute einfach einmal zickig bist. Ein Dir zugestandenes Recht als Tochter Deiner Mutter, also soll es halt heute so sein. Die gesamte Autofahrt lamentiert Du herum, was mich in die Annahme treibt Dein kleinkindliches Leben ist jetzt eben total misslungen. Wir biegen auf den Parkplatz ein und Du bist augenblicklich mucksmäuschenstill. Kommentarlos entkletterst Du Deinem Autositz und schaust mich mit großen fragenden Augen an: „Kommt der Björn denn heute nicht?“ Mein Gesicht dürfte den Ausdruck großer Verwunderung wiedergeben. „Ist der Björn heute nicht da?“ frage ich zurück. Jetzt folgt ein vorwurfsvoller Kinderblick in meine Richtung: „Aber Du hast doch gesagt, der Björn kommt heute nicht.“ Ich stehe unmittelbar vor der Abgabe einer eidesstattlicher Versicherung eben dies nicht gesagt zu habe und erkläre Dir, daß ich doch gar nicht wissen kann wer an welchem Tag in der fröhlichen Waldwandertruppe zugegen ist und wer eben nicht.

„Doch Du weißt das! Du bist ja der Papa und der weiß immer alles.“ werde ich ausgekontert. Augenblicklich verzeihe ich jede Minute Deiner morgendlichen Blockadehaltung und trage Dich auf den Schultern in Richtung Bauwagen. Auf halben Weg beharrst Du aber zwingend darauf auf eigenen Füßen zu stehen, denn sonst kannst Du ja Björn nicht mit winkenden Armen entgegenlaufen. Dort angekommen ist alles wieder in Ordnung und der „Alles-Wissen-Superheld“ übergibt ein glückliches Kind an „Alles-Können-Superheld“.

Sozusagen eine Heldenübergabe. Viel Spaß im Wald.

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Geschrieben in Düsseldorf, North Rhine-Westphalia, Germany.

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Nachdem Du Deinen ersten Kindergarten verlassen hast um Dich voll und ganz der Survivaltruppe des Waldkindergarten zu widmen, haben wir eine sogenannte Bildungsdokumentation über Dich erhalten. Erstens erkenne ich über weite Strecken Deine Mutter wieder und zweitens sagt die ein oder andere Passage so einiges über Dich aus. Daher gehört der Originalauszug dieses Textes definitiv hierher.

Liebe Sarah Sophie!

Du bist vor 2 Jahren zu uns gekommen, da warst du 1 Jahr alt. Zu Beginn hat dich deine Mama begleitet und blieb mit dir bei uns in der Gruppe. Gemeinsam habt ihr unsere Gruppe erkundet, zusammen Bilder gemalt oder sie hat dir beim Spielen mit den anderen Kindern zugeschaut. nach einer Weile hat sich deine Mama verabschiedet. Es gelang dir recht gut dich von ihr zu verabschieden und den Tag gemeinsam mit uns zu verbringen. Du hast dich für das Spiel der anderen Kinder interessiert und es sehr aufmerksam beobachtet. Besonders gern hast du mit den Spieltieren gespielt und dich gefreut wenn die älteren Mädchen mit dir tolle Spiellandschaften für die Tiere gebaut haben.

»Nach einiger Zeit hast du den Kindern von den tollen Erlebnissen aus den Urlauben mit deinen Eltern erzählt. Es ist dir sehr wichtig den Kindern detailliert von euren Erlebnissen am Strand, in den Bergen oder von den gemeinsamen Eisdielenbesuchen zu erzählen. Besonders in Erinnerung ist dir euer Urlaub in Nizza geblieben. „Da gibt es besonders leckeres Eis!“ erzählst du den Kindern am Frühstückstisch.«

Während des Frühstücks sprichst du sehr gern mit den anderen Kindern. Dinge und Erlebnisse kannst du schon sehr detailliert und genau beschreiben. Es macht sehr viel Spaß dir zuzuhören. Du spielst gern mit unseren Kuscheltieren. Du setzt die beiden großen Bären nebeneinander aus das Sofa und kochst ihnen in der Spielküche das Mittagessen und Tee. Ihr trinkt Tee gemeinsam am von dir gedeckten Tisch. Du wählst bewusst viele kleine Utensilien wie z.B. bunte Servietten, eine Blumenvase oder selbst gemalte Bilder als Tischset aus um den Tisch einzudecken.

»Hinterher schickst du immer einen der Bären zum Abwasch in die Spielküche. „Jetzt bist Du dran!“ sagst du und setzt den Bären vor die Spüle.«

Gern beobachtest du zunächst, was die älteren Kinder der Gruppe am Maltisch gestalten. Nach einiger Zeit beginnst du selbst oft kleine Kunstwerke z.B. mit Wasserfarben zu gestalten. Ein älteres Mädchen hat dir vor einiger Zeit eine kleine Dose Glitzerpulver gegeben. Du hast den Glitzer großzügig auf dein Bild gestreut. Da die Farbe noch nass war, verlief das Glitzerpulver über das gesamte Bild. Du hast es gespannt beobachtet und konzentriert zugeschaut in welche Richtung der Glitzer mit dem Wasser trieb. „Schau mal, der Glitzer kann schwimmen!“ hast du gesagt und die anderen Kinder am Tisch wurden darauf aufmerksam. Ihr habt gemeinsam herausgefunden dass man durch sanftes Pusten die nasse Farbe in unterschiedliche Richtungen lenken kann. So habt ihr gepustet bis es getrocknet war und immer wieder Glitzer nachgeschüttet. Es hat euch viel Spaß gemacht! Gern hast du dich mit einem Buch aus unserer Bücherkiste auf das Sofa gesetzt und es dir sehr konzentriert angeschaut. Sobald sich andere Kinder zu dir gesetzt haben hast du sie miteinbezogen und ihnen gesagt, was du siehst oder was dir besonders gut gefällt. Du hast auch die Kinder gefragt, was ihnen gefällt und gespannt deren Antwort abgewartet. Eines Tages ist dir die Schrift bei den Bildern aufgefallen. Du hast uns gefragt: „Was ist das?“ und hast gezielt auf einen einzelnen Buchstaben gezeigt. Als wir dir erzählt haben das diese Symbole Buchstaben oder Zahlen sind und es eine Menge davon gibt hast du sehr aufmerksam zugehört. Wir haben gemeinsam deine beiden Vornamen auf ein großes Blatt geschrieben. Jeden einzelnen Buchstaben haben wir genau betrachtet. Mit deinen Fingern bist du über das Schriftbild gefahren und hast gefragt wie der Buchstabe heißt. Es hat dir viel Spaß gemacht. Besondere Freude hast du in unserem morgendlichen Singkreis. Du kennst nun viele Lieder und Tänze. Du kannst dir Melodien gut merken. „Muffin-Man“ ist dein Lieblingstanzlied, zu dem du stets ein Mädchen aus unserer Gruppe zum Tanz aufgefordert hast.

»Es macht Dir besondere Freude in der Runde vor allen Kindern zu tanzen und mit den Tänzen als Erste zu beginnen.«

Während unserer Traumzeit lauschst du gern den Klängen der Gitarre und beobachtest das Gitarrenspiel sehr aufmerksam und konzentriert. Du hast dich im Singkreis schon oft neben die Musikpädagogin gesetzt wenn sie unseren Gesang mit der Gitarre begleitet hat. Du durftest an den Gitarrensaiten zupfen während wir gesungen haben. Das hat dich sehr begeistert!

Liebe Sarah Sophie, wir wünschen dir für die Zukunft alles Gute!

Quelle: Bildungsdokumentation für Sarah Sophie, erstellt vom Team des Kindergarten

Geschrieben in Düsseldorf, North Rhine-Westphalia, Germany.

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Der 37. Lebensmonat Deinerseits steht unter radelnden Vorzeichen. Bereits vor einigen Monaten könnte es Deine Mutter nicht abwarten und mußte unbedingt ein Fahrrad für Dich erwerben um dann selbstverständlich keine Zeit verstreichen zu lassen Dich auf Deinem neuen Drahtesel vorbeiziehen zu sehen. Ungeduldig wie sie ist zählt sie die Wochen bis Motorik und Beinlänge eine Start in die erste weibliche Tour de France Karriere zulassen. Im letzten Jahr hast Du im Sommerurlaub das Laufrad zu beherrschen gelernt und dieses Jahr steht eben Fahrradfahren auf der mütterlichen Must Have Liste für zwei Wochen in Südfrankreich. Ein geeignete Location wie ich finde.

Stützräder halten Deine Mutter und ich beide für wenig sinnvoll und haben daher ein Modell erworben das den Anbau überfüssigen Zubehörs gar nicht erst erlaubt. Kurz vor Abfahrt gen Süden musste zwar noch unbedingt eine Art Haltestange gekauft werden, die ich allerdings nach einem Tag wieder abgebaut habe, da Du damit stete Schlagseite erlitten hast und wir uns ausnahmsweise einmal einig waren, das hier das falsche Hilfsmittel in Benutzung ist. Die Grundprinzipien Deines neuen Beförderungsmittel begreifst Du recht schnell – in der Umsetzung hapert es zu Beginn des Projektes noch ein wenig. Der Anleitungswille Deiner Mutter ist jedoch ungebrochen und erst nach knapp einer Woche wird sie leicht nervös, da nun eventuell, möglicherweise abzusehen sein könnte, daß hier selbstgesteckte Ziele nicht erreicht werden – sozusagen der Größte anzunehmende Unmut heraufbeschworen wird.

Am nächsten Tag kommt es noch dicker. Am Strand lernst Du Carla kennen: Gleichaltrig und doch mit einem vielleicht unbedeutendem Unterschied gesegnet: Sie kann bereits Fahrradfahren. Die Laune Deiner Mutter ist im Keller und Ihr Ehrgeiz kurz vor dem Zenit. Laut ihres Vater hat sie das Objekt Deiner mütterlicher Begierde in den vergangenen Wochen recht zügig gelernt. Das nennt man wohl Öl ins Feuer gießen. Unbewusst aber ins Mark treffend. Den Nachmittag verbringt Deine Mutter also damit sich von Carlas Vater genau instruieren zu lassen, wie sich der gewünschte Lernerfolg baldigst einstellt. Und das gelingt auch prima. Mittels eines beherzten Griff am Hals läßt sich ab sofort Dein Gleichgewicht kontrollieren und es geht vorwärts. Einen ganz herzlichen Dank an dieser Stelle Richtung Augsburg, da stammt Deine neue Freundin nämlich her.

Bereits am kommenden Morgen ordnet Deine Mutter wie selbstverständlich eine Radtour zum Supermarkt an. In ihrer einzigartigen sanften pädagogischen Art argumentiert sie, daß ihr beide jetzt zwingend „Croissants für Papa“ kaufen müsst. Ihrem Tonfall folgend, vermute ich mich bereits kurz vor der Unterernährung – dafür bin ich zumindest irgendwie in das radelnde Projekt mit einbezogen. Das ich ansonsten recht wenig dazutun darf, muß wohl nicht gesondert erwähnt werden. Wie so oft habe ich auch hierbei bereits mehrfach meine Lieblingsaussage Deiner Mutter vernommen: „Du hast Sie ja die ganze Woche über …“ und so weiter. Aber das ist eine andere Geschichte. Zurück zum Rad.

Zwischen Campingplatz und Strand liegt eine Art Salzwüste die von schmalen Wegen durchzogen ist auf denen man zum Meer gelangt. Deine Trainingsstrecke der nächsten Tage. Es dauert noch einen ganzen Tag und Du kannst ohne stützenden Griff alleine umherfahren – allerdings scheitern bremsen und selbständiges Anfahren kläglich. Das interessiert Dich aber nicht weiter, solange das, in Deinen Augen, Wesentliche funktioniert. Und das erzählst Du von nun an so ziemlich jedem der Dir über den Weg läuft, alle natürliche Sprachbarrieren ignorierend. Praktisch gestaltet sich das Prozedere dann auch noch recht ulkig, da Deine Mutter von nun an flotten Fußes neben Dir herjoggen darf – was mir wiederum, ausnahmsweise, meine passive Funktion als gar nicht mehr so unkomfortabel erscheinen läßt. Außerdem gibt es morgens frische Croissants. Es geht also schlechter.

Carlas Fahrkünste scheinen sich auf Deine positiv auszuwirken. Die, natürlich nur in Nebensätzen formulierten, Bemerkungen Deiner Mutter in der Art „Carla kann schon dies oder jenes.“ erwähne ich an dieser Stelle nur rein protokollarisch. Fakt ist aber: Es funktioniert.

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Nachdem Carla und Du Eure Räder einmal getauscht habt, biegen wir in die Zielgerade ein und einer nominellen Nennung zur Radfahrerzunft steht nichts mehr im Wege. Zudem am folgenden Tag ein kleines Mädchen Ihre Mama ganz furchtbar stolz macht: Carla und Du planscht zusammen mit Eurem Schwimmflügeln im Meer und wir vernehmen ganz nebenbei von Dir: „Guck mal Carla ich kann schon schwimmen.“ Dazu liegst Du flach im Wasser und strampelst Dich mittels Deiner Beinbewegung nach vorne. „Das kannst Du noch nicht, aber ich zeige Dir jetzt wie das geht.“ Zwei Elternpaare stehen verzückt am Strand.

Ich glaube Deine Mutter sagen zu hören: „Ach das! Das kann sie schon lange.“ Ich weiß nicht warum, aber von nun an wirkt Deine Mutter irgendwie entspannter und ich bin froh, daß Du zumindest die Schwimmflügel noch anbehalten darfst.

Fahr vorsichtig, Prinzessin.


Vier Länder Rundfahrt und ein Esel
Sarah Sophie August – Oktober 2014 – St. Pierre sur Mer, Lazise, Niederrhein, Roggel
Musik – Coralie Clément – De Paris a St. Petersbourg

Geschrieben in Peschiera del Garda, Veneto, Italy.

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Gefühlt und wahrscheinlich auch real haben wir in Deinem 36. Lebensmonat die meiste Zeit in verschiedenen Freizeit- und Erlebnisparks verbracht. Zieht man um Düsseldorf einen Radius von einer Autostunde ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten. Pädagogisch korrekt und altersentsprechend beschränken wir uns auf die Einrichtungen, in welchen man nicht durch Kirmesattraktionen geschleift wird, sondern Dein Mittun gefordert wird. Ob nun eine Tierpark mit freilaufenden Affen oder Riesentrampolin: Du verblüffst mich immer wieder. Betreten wir einen Park findest Du schnell eine Dich begeisternde Attraktion und erklärst uns Eltern wohin des Weges es nun geht. Kein Problem, wir sind schließlich wegen Dir hier. In jedem Park – ich bin mir da sehr sicher – gibt es irgendwo einen Ziegenbereich. Haben wir den erreicht bist Du glücklich. Hunde sind für Dich nett, Katzen niedlich, Kaninchen und andere Langohren putzig aber an einer Ziegenwiese kommen wir nicht unter mindestens einer Stunde vorbei.

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In den meisten dieser Einrichtungen kauft man, als passables Futter, gepresstes Gras welches Du dann hingebungsvoll verfütterst. Irgendwann und irgendwo war der Futterautomat leergekauft, nicht vorhanden oder sonst wie nicht verfügbar und mich blicken zwei erschütterte Kinderaugen an: „Papa, wir haben gar kein Futter.“ vernehme ich mit bestürzter Stimme. „Das macht nichts.“ antworte ich, „dann pflückst Du eben einfach Gras von der Wiese und gibst das den Ziegen.“ Du vergewisserst Dich kurz bei Deiner Mutter ob ich auch keine Blödsinn erzähle und ziehst von dannen. Da es um die Mittagszeit ist entzünde ich den Grill und Deine Mutter bereitet Dein mitgebrachtes Essen vor.

Nach einer halben Stunde frage ich nach ob Du nicht zum Mittagessen kommen möchtest und vernehme die schon so oft gehörte Floskel „Gleich, Papa nur noch kurz hier …“ Du hast Dir angewöhnt diesen Satz meist nicht final auszuformulieren, da Du dies vermutlich für Zeitverschwendung hältst, denn in dieser Zeit kann man sich ja lieber seinen selbstgesteckten Aufgaben und Zielen widmen. Worin ich übrigens in Dir eindeutig Deine Mutter wiedererkenne. Wenn eh schon alle wissen was passiert muss man ja nicht lange herumreden. Ein effizientes Kind. Jedenfalls verschwindet Dein eigener Appetit hinter dem der Ziegenfamilie frappierend. Wir sehen Dir zu und beobachten ein kleines Mädchen, welches mit stoischer Hingabe zwischen der, einige Meter entfernt liegenden, Wiese und dem Ziegengehege hin- und herläuft um immer wieder frische Gräser an die versammelte Ziegenschar zu verfüttern. Die ist übrigens auf ein stattliches gutes Duzend Paarhufer angewachsen und streitet sich mitunter um das jeweilige Vorrecht. Aber nicht mit Dir. Erst die Kleinen dann die Großen scheint die Devise. Wenn sich ein störrisches Tier nicht an Deine Anweisungen hält wird es auch schonmal von Dir zur Seite geschoben – Berührungsängste unbekannt.

Inzwischen bist Du rund eine Stunde zugange und weit über Deiner üblichen Zeit zum Mittagessen. Also versucht Deine Mutter ihr Glück Dich zum Familienlunch zu bekehren. Deine Reaktion kommt genauso postwendend wie umwerfend: „Nur noch das da.“ verkündest Du und zeigst in Richtung eines Hügels mit hochgewachsenen Gräsern bevor Du dorthin läufst und eine genaues Areal absteckst das Du zu verfüttern gedenkst. Unverzüglich nimmst du Deine Grassammlung auf. Jedwede Intervention erscheint mir an dieser Stelle sinnlos und wir lassen Dich einfach gewähren. In der Zwischenzeit haben Deine Mutter und ich bereits gegrillt, gegessen und uns final damit arrangiert Dir Dein Mittagessen heute am Nachmittag zu verabreichen.

Auf einmal erscheinst Du wie aus heiterem Himmel bei uns, setzt Dich auf einen Stuhl und grinst mich an: „Die Tiere wollten ja essen.“ Einwände in Richtung einer möglichen Fehlinterpretation Deinerseits zu diesem Thema strafst Du lediglich mit einem verächtlichen Blick in meine Richtung. „Ich kann ja nicht kommen, die Tiere wollten ja essen.“ wiederholst Du Deine Intention in Richtung Deiner Mutter. „Aber Du musst doch auch etwas essen.“ versuche ich logisch zu argumentieren. „Ich kann ja immer essen.“ bekomme ich retourniert, während Du Dich wieder auf den Weg Richtung Gatter machst „aber die Tiere nicht, denn dann bin ich ja nicht mehr hier.“ vernehme ich noch aus der Ferne. Ich kapituliere vor so viel kleinkindlichem Überzeugungsgeist, bin aber schweigend so dermaßen stolz auf Dich das ich platzen könnte. Alles in allem verbringst Du geschlagene zwei Stunden damit die versammelten Hornträger zu versorgen und auch Hinweise auf Rutschbahnen, Trampoline und Sommerrodelbahnen verpuffen im Nichts. Gegen eine Ziege kommt nichts an.

Irgendwann ereilt Dich die Überzeugung alle Tiere versorgt zu haben und Du bequemst Dich doch noch zum Mittagstisch zu erscheinen. Deinem Appetit hat das ganze Spektakel nicht geschadet und so isst Du zwar spät aber dafür für drei. Auch nicht schlecht beschließen Deine Mutter und ich. Während des Schokoladeneisnachtisch verkündest Du uns freudig, daß wir nun weiterziehen können.

Der entscheidenden Satz klingt in etwa so aus Deinem Mund: „Ihr habt jetzt so lange hier gesessen, jetzt müssen wir aber zur Rutsche, sonst wird es zu spät.“

Es muss schwierig sein so trödelnde Eltern zu haben.

Geschrieben in Berlin, Berlin, Germany.