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Nizza @ Super 8

Apr
2014
28

posted by on Das zweite Jahr, Von Geburt an

Time-Lapse-Tingeltangel in Nizza. Der letzte filmische Nachzügler des vergangenen Jahres. Von manchen Spielplätzen können wir uns nur sehr schwer trennen. Rutschbahnraritäten in der Super 8 – Version.


Rutschbahnraritäten
Sarah Sophie Ostern 2013 – April 2013 – Nizza
Musik – Big Bad Voodoo Daddy – Why Me

Geschrieben in Düsseldorf, North Rhine-Westphalia, Germany.

Tarifa @ Super 8

Apr
2014
27

posted by on Das zweite Jahr, Von Geburt an

Pünktlich zum diesjährigen Kiteausflug nach Tarifa ist dann doch noch der Film vom letzten Jahr fertig geworden. Sarah Sophie meets Levante & Poniente. Tarifa, Mai 2013 in der Super 8 – Version


Kite & Kinderzeit
Sarah Sophie Mai 2013 – Tarifa
Musik – Amy Macdonald – The days of being young and free & Jhonny Cash – Asi Como Eres

Geschrieben in Dusseldorf, North Rhine-Westphalia, Germany.

posted by on Das dritte Jahr, Von Geburt an

Eines der wenigen, aber wirklich wichtigen Dinge, in denen Deine Mutter und ich ausnahmsweise einmal einer Meinung sind, ist der Umstand, daß Du ab dem folgenden Kindergartenjahr eine andere Einrichtung besuchen sollst – sprich wenn Du in die sogenannte “Über 3″-Kategorie fällst. Da bekanntlich Normal jeder kann sucht Deine Mutter selbstverständlich das Besondere und platzte bereits vor Deiner Geburt mit der Idee eines Waldkindergarten in die pränatale Familienorganisation. Ganz ernst genommen habe ich das natürlich nicht – erstens erschien mir das damals ordentlich weit weg und zweitens ist es unmöglich jeder Idee Deiner Mutter unmittelbar Folge zu leisten da hierfür eine Art Zweitleben nötig wäre, so mannigfaltig sind meist Ihre Ideen und Absichten.

Aber jetzt steht nun leider diese Entscheidung an. Einen Waldkindergarten stelle ich mir in Form einer Art Einrichtung für Nachwuchshobbypartisanen oder Survivaljunkies vor. Im Sommer prima – im Winter eine Katastrophe. Zumindest für eventuell, möglicherweise zu besorgte Väter. Da ich Dir jedoch eine möglichst vorurteilsfreie Weltsicht angedeihen lassen möchte heißt es hier mit guten Beispiel vorangehen. Also zieht die kleine Familie an einem kühlen Januartag bei 6 Grad Höchsttemperatur in den Wald. Wir sind Gäste der Waldwichtgruppe und werden herzlich als die heutigen Hospitanten begrüßt. Die feuerwehrroten Bauwagen gehören gar nicht zu einer Lagerstätte gesellschaftskritischer Alternativbewohner sondern sind die einzige überdachte und beheizte Räumlichkeit weit und breit für die kleinen Urbanüberdrüssigen. Es ist also genauso schlimm wie erwartet.

Einzig auffällig ist, daß die Waldwichtkompanie nicht in passendem Camouflage umherstolpert sondern sich die Logos bekannter internationaler Outdoormarken sozusagen die Hand geben. Das wiederum beruhigt mein pazifistisches Gewissen.

Der erste Offizier – Verzeihung die Gruppenleiterin – befehligt das Abladen unnötiger Ballaststücke und wundert sich über Deinen zu klein ausgefallenem Rucksack. Es bleibt mir natürlich nicht verborgen das Deine zukünftigen Waldwichtkameraden eher nach Gepäckmarsch als nach Kindergartenspaziergang aussehen. Ich versuche unauffällig bei einem gerade sein Kind abliefernden Elternteil nachzufragen. Klappt natürlich nicht, da mich der besagte Vater fast auslacht mit den Worten “So verstört habe ich auch letztes Jahr hier gestanden – aber in den Rucksack muss ja alles was die Waldkameraden so den ganzen Tag brauchen.” “Sie kommen nicht zwischendurch hierhin zurück?” frage ich erschrocken zurück. “Nein, nein, das geht ja gar nicht – dazu ist der Wald ja viel zu groß”. Ich denke über truppenzersetzende Sabotageakte nach. Aber da geht es auch schon los. Das erste und zweite Zug des Waldwichtregiment setzt sich planmäßig Richtung Anhöhe in Bewegung um sich dort zu einem Lagerkreis zusammenzufinden.

Du taperst natürlich mit Deiner Mutter am Kopf der Truppe vorneweg, während ich mit einer ortskundigen Begleitung die Nachhut bilde um mich gleich auf Stand bringen zu lassen wie das hier so funktioniert. Das wir Mitglied einer sogenannten Elterninitiative werden wollen scheint Deine Mutter – sicherlich völlig unabsichtlich – irgendwie vergessen zu haben in meine Richtung zu kommunizieren. Aber nun weiß ich ja Bescheid.

Die wahrscheinlich einzige Gemeinsamkeit der Waldtrolle mit einem “normalem” Kindergarten ist der Umstand, daß es mehr Bewerber als Plätze gibt und wir somit in ein wie auch immer geartetes Auswahlverfahren geraten um Dich täglich der freien Natur aussetzen zu dürfen. Ich höre von Umbauarbeiten an den Bauwagen, der Vergrößerung des Platzes und weiß der Henker nicht für tollkühnen Handwerkertaten. Zum allgemeinen Verständnis: Mein Werkzeugkasten besteht aus einer kleinen weißen Papiertüte die mit einem Hammer und drei, vier Schraubendrehern gefüllt ist – womit wohl hinreichend erklärt ist mit welch rudimentärem, handwerklichen Geschicke ich gesegnet bin. Der Handwerkliche Herold neben mir bugsiert sich sogleich in den “Hör mal wer da hämmert” – Vordergrund und kippt noch einen obenauf. Durch seine Schichtarbeit habe er auch schonmal tagsüber Zeit für anfallende Tätigkeiten. Ich stehe da wie ein vollkommener Idiot. Na Bravo.

Die erwähnte ortskundige Begleitfrau eröffnet mir nebenbei, daß es bei der Eltern-Kindauswahl wahrlich nicht nur um Sympathie gehe, sondern daß sie – geradezu gezwungen – auch um die Möglichkeiten der Mitarbeit selektieren müsse. Innerlich verabschiede ich mich vorsorglich mental vom Waldwichtwunderland und gelobe in Zukunft mehr Zeit mit Dir draußen zu verbringen. In der Zwischenzeit sitzt die kleine Forstgemeinde bereits an ihrer morgendlichen Lagerstätte und vergnügt sich mit ebenso fröhlichen wie klimatisch notwendigen Aufwärmübungen.

Beim ersten Spiel des Tages verstecken sich zwei Kinder mit Holzstückchen hinter irgendwelchen Bäumen, klappern etwas und ein weiteres Kind aus der Gruppe muss diese dann geräuschhorchend orten und finden. Du schaust Dir die Systematik zwei Runden an und nachdem dann die Aufforderung in die Runde ergeht, wer jetzt den “Specht” – so der Name des Spiels – suchen möchte, sehe ich beherztes Hervortreten Deinerseits verbunden mit der Einforderung hier nicht länger außen vor zu bleiben. Unter den betreuenden Waldscouts herrscht anerkennende Bewunderung ob Deiner Gruppenschnellintegration.

Nach dem Frühstück arbeiten sich die Waldwichte und wir weiter in unwegsames Gelände vor und Du beschließt die schützende mütterliche Hand lieber zu verlassen. Verständlich, willst Du doch offensichtlich ernsthaft Teil dieser Temporärureinwohner werden. Aber Deine Mutter kann natürlich auch schwerlich mit dem einzigen männlichen Teil der Truppe mithalten, den der knüpft gerade eine Art Hängematte die als Großgruppenschaukel dienen soll zwischen Bäumen zusammen und das erfordert selbstredend Deine volle Mitarbeit. Deine Mutter und ich stehen nicht ganz unverzückt etwas abseits und lassen Dich einfach mal machen. “Die nehmen uns nie” merke ich an und werde von Deiner Mutter leider bestätigt. Zum Abschluss muss ich einen Fragebogen ausfüllen, in dem anzukreuzen ist, welche Tätigkeiten wir in der Lage sind zu verrichten. Zur – eingangs erwähnten – vorurteilsfreien Weltsicht gesellt ich für mein Verständnis ein beträchtlicher Teil Ehrlichkeit hinzu und so bleiben einfach mehr als die Hälfte der Kästchen unangekreuzt. “So klappt das hier nie” ist die höfliche, aber einzig hier zu veröffentliche Meinung Deiner Mutter zu eben diesem Umstand.

Na, ja – es ist ein toller Tag für Dich und am nächsten Morgen möchtest Du absolut verständlich wieder in den Wald. Nach ein paar Tagen ist das alles natürlich vergessen und wird erst wieder interessant als ich brieflich dazu aufgefordert werde, den beigefügten Betreuungsvertrag unterschrieben zurückzusenden.

Du bist also ernsthaft im Kleinkindüberlebenscamp aufgenommen. Und das bist Du jetzt auch noch ganz alleine selbst Schuld – denn Deine Eltern haben sich nun wirklich dumm genug angestellt. Demnächst gehen wir dann wohl mal etwas anders Klamotten für Dich einkaufen und Du suchst Dir vielleicht schonmal einen kleinen Kavalier dem Du die schweren Sachen in den Rucksack schummeln kannst.

Und nicht vergessen: “Ich war das nicht. Pionierehrenwort.”

Geschrieben in Kalkar, North Rhine-Westphalia, Germany.

posted by on Das dritte Jahr, Von Geburt an

Das Projekt “Berg und Kind” befindet sich auf der erfolgreichen Zielgeraden. Das ist soweit natürlich prima und in kleinster Weise zu beanstanden. Die befruchtende Stilblüte hierzu ist der Umstand, daß Du täglich immer mehr Dinge alleine verrichten möchtest. Da macht es folglich durchaus Sinn, Dich endlich auf eigene Ski zu stellen. Die Weihnachtstage und den Jahreswechsel verbringen wir erneut – wie in den vergangenen zwei Jahren – in Samoëns in den französischen Alpen, in diesem Jahr allerdings in unserem neuen Campingbus. Die Urlaubsbehausung an sich interessiert Dich aber überhaupt nicht, solange wir nahezu täglich bei Taka-Tak, Deinem Urlaubslieblingspony vorbeischauen und Du einige Runden durch das Dorf “reiten” kannst. Die Ponyfrau begrüßt uns täglich freudig und der dazugehörige Opa kramt seine verblichenen Russischkenntnisse von vor langen Schuljahren hervor um mit mit der Mutter seiner neuen Stammkundin gepflegten Smalltalk zu halten, während ihr Eure Runden zieht. Die Frau vom Glühweinstand gegenüber spricht zwar kein Russisch, macht aber ihren heißen Winterwein aus hiesigem Pinot Noir, und die Umkehrung seines eigentlichen Bestimmungstemperatur schadet ihm in keiner Weise. Irgendwie sind alle glücklich.

Doch zurück zum Bergprojekt: Wir sind brav und artig durch das ganze Dorf spaziert um im Schaufenster jeder Skischule das gleich Bild vorzufinden: ab drei Jahren gibt es eine ganze Vielzahl an Unterrichtsmöglichkeiten, aber eben erst ab drei. Für Dich folglich ein halbes Jahr zu früh. Ich weiß nicht genau warum, aber Deine Mutter scheint sich unumstößlich in den Kopf gesetzt zu haben, Dich in diesem Winter auf eigene Ski zu stellen. Meine Einwände und Hinweise auf ein weiteres Jahr in Wartestellung werden selbstverständlich gepflegt überhört. Es tut Ihr sichtlich in der Seele weh, aber Sie fügt sich schweren Herzens.

An irgendeinem Skitag stehe ich bereits an der Gondel an während Deine Mutter mit Begeisterung und Dir im Schlepptau heranstapft. Dieses quer über Ihr ganzes Gesicht laufende Grinsen kenne ich nur von allerhöchster Freude und Begeisterung ob errungener gefühlter Weltrekorde Deinerseits. Stolz präsentiert sie Eure neue Errungenschaft: Eine Art Kinderski zum umschnallen an normale Winterstiefel, selbstverständlich nebst drollig aussehender Miniskistöcke. Noch bevor ich den Hauch einer Kritik an diesem Kinderspielzug äußern kann, strahlst Du mir mit den Worten “wie Papa” entgegen. Von diesem Moment an finde ich die Dinger selbstverständlich großartig und bin wenig verwundert daß Du die anschließende Bergfahrt dazu verwendest, den zufällig Mitreisenden von Deiner aktuellen Errungenschaft vollmundig Bericht zu erstatten. Das Dich rein verbal vermutlich niemand versteht stört wenig; die Gondelgruppe ist begeistert und Du in Deinem Element. Punkt.

Zu meiner Überraschung lassen sich die Spielzugski erstaunlich ordentlich an Deinen Füßen befestigen und Du beginnst sogleich auf dem Bergplateau hin- und herzufahren. Langsam aber immerhin. Ich weiß, daß das ganze mit Skifahren ungefähr soviel zu tun hat wie ein Dreirad mit der Tour de France. Aber es sieht einfach zu verzückend aus, wie Du umherrutscht.

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An Tag Zwei Deiner neuen Freizeitbeschäftigung kommen vermutlich die Beratergene Deiner Mutter bei Dir zum Vorschein und Du gibst mir Anweisungen, wie das alles hier zu funktionieren hat: “Nein, so Papa”, “Mit beiden Stöcken” und so weiter werde ich unaufhörlich belehrt was zu tun ist. Unerklärlich, wie ich vorher jemals auch nur die einfachstes Piste heil heruntergekommen bin. Die Sonnenterrasse der bewirtschafteten Hütte ist ab sofort Deine Bühne und wir beide sorgen vermutlich für gehöriges Amüsement der verweilenden Skigemeinde indem sich der Teutonenpapa zum Kasper macht. Dir jedenfalls macht das riesig Spaß. Das ist ja auch nicht schlecht.


Ski 1.0
Sarah Sophie Winter 2013/2014 – Samoëns
Musik – Peppermoon – Sur le bout de la langue

Irgendwann an der hochalpinen Glühweinbude erhält Deine Mutter den sachdienlichen Hinweis, die direkt an der Talstation gelegene Skischule bietet Einzelunterricht ohne Alterslimit an. Überflüssig zu erwähnen, das wir an dieser Skischule täglich zweimal vorbeidefilieren. Erstaunlicherweise stürmen wir nicht gleich in die nächste talwärts schwebende Gondel sondern buchen Deinen ersten Skiunterricht erst am frühen Abend. Der Großwetterlage der südlichen Alpen gehorchend, musst Du Dich allerdings noch einige Tage in Geduld üben und wir können erst für den Tag vor unserer Abreise auf Wetterbesserung hoffen. Gut dann eben noch solange Spielzugski auf dem Campingplatz – es gibt schlimmeres.

Es kann sich natürlich jeder denken, daß auch am besagten, gebuchten Tag keine Wetterbesserung eintritt und wir somit den Termin verstreichen lassen müssen. Das macht aber nichts, jetzt hängt ein Gutschein für Deine erste Skistunde in Deinem Kinderzimmer und wir sparen uns nächstes Mal folglich so richtig reich. Außerdem müssen wir jetzt schleunigst noch mal hierhin – auch wenn Du dann vielleicht schon drei bist. Das zählt aber nicht: “Sarah Sophie stand mit zwei Jahren das erste Mal auf Skiern”. So erzählt es zumindest stolz einherschreitend Deine Mutter wenn Sie von diesem Urlaub erzählt – na ja und ich ja irgendwie jetzt und hier auch.

Hals- und Beinbruch, Skiprinzessin.

Geschrieben in Nice, Provence-Alpes-Côte d'Azur, France.

posted by on Das zweite Jahr, Von Geburt an

Eindeutig Bootstauglich.
Eine Tübinger Stocherkahnfahrt in der Super 8 – Version.


Stocherkahn Ahoi
Sarah Sophie Sommer 2013 – Juli 2013 – Tübingen
Musik – Igor Vdovin – Russian Sailor’s Trip In Brazil

Geschrieben in Dusseldorf, North Rhine-Westphalia, Germany.

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Uroma ist nur fünfzig mal älter als Sarah Sophie.
Der 100. Geburtstag in der Super 8 – Version


Uroma wird 100
Sarah Sophie 2013 – 3. September 2013 – In der Nähe von Düsseldorf
Musik – Outlandish – Let off some steam

Geschrieben in Dusseldorf, North Rhine-Westphalia, Germany.

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In Südfrankreich läßt sich vortrefflich Laufrad lernen und für Papas ersten Tonfilm posieren.
St. Pierre la mer, August 2013 in der Super 8 – Version


L’art de vivre
Sarah Sophie Sommer 2013 – August 2013 – St. Pierre la mer
Musik – Die höchste Eisenbahn – Der Himmel ist blau + Snegopady – Polka + Rotfront – Red Mercedes

Geschrieben in Dusseldorf, North Rhine-Westphalia, Germany.