Tarifa – Kiten, Kinder, Kellnerinnen

Wir sind längst von unserer geplanten Route abgewichen. Nach Barcelona haben wir beschlossen nicht in die nächste Großstadt zu fahren um Dich dann auch dort im Kinderwagen durch die Gegend zu schieben sondern Dir frische Luft und Meer angedeihen zu lassen. Deine Mutter vermerkt mehr als nur einmal, daß der in den letzten Jahren übliche Ausflug an die südwestliche Spitze Spaniens in ein kleines Dorf voller wunderlicher Eingeborener und deren Geistesverwandten im vergangene Jahr ausgefallen ist und sie von daher mit der ihr zustehenden Lieblingsfreizeitbeschäftigung im Rückstand sei. Keine Frage wir müssen nach Tarifa. Es gibt schlimmeres. Das Lebensgefühl von Tarifa kann man nicht erklären, aber wer mit Campingbussen an Stränden und Windfenstern etwas anfangen kann dürfte begreifen um welchen schweren Virus es sich hier handelt. Wer hier vom Wetterbericht quasselt lugt auf Windvorhersagen und die besten Spots und ansonsten dreht sich alles ums Surfen, Kiten und die passende Bekleidung dazu. Hübsch angereichert wird das ganze durch unendlich entspannten Bars und Beachlounges in denen man sich fremd vorkommt, wenn das Servicepersonal nicht den ganzen Tag breit grinsend zu keinerlei Hektik neigt. Woran das liegt weiß ich selbstverständlich nicht, kann mich aber wunderbar mit ihnen solidarisieren.

Zwei Nachtfahrten, ein Tag am Strand irgendwo im Nirgendwo namens “Vera” mit perfekt gegrillten Fisch am Mittag in der einzigen geöffneten Strandbude und wir sind im Dorf der Wunderlinge eingetroffen. Zum Frühstückseinkauf im Supermarkt läuft uns Thilo über den Weg, der Mann der auch mir das Kiten beigebracht hat. Eine Leistung, wie ich finde da mir zu Beginn die Gleichzeitigkeit in der Koordination von Board, Bar und Kite schier unmöglich erschien. Er bemerkt sogleich unsere personelle Verstärkung und läßt Dich als Ursache eines fehlenden Besuches im vergangenen Jahr hier vor Ort gelten. Du wirst bewundert und alles ist gut.

Der übliche Bummel über die Hauptstraße artet nur in den Kauf der absoluten Notwendigkeiten aus, also vertretbar, aber Deine Mutter kann unmöglich im Bikini vom letzten Jahr in den Neoprenanzug und aufs Board steigen, das sehe auch ich verständnisvoll ein. Kind und Kiten läßt sich allerdings nur kombinieren, wenn Du mehrere Stunden in verantwortungsvolle Hände übergehen werden könntest und genau da fängt ein kleines Problem an. Ich traue den Mädels und Jungs hier zwar alles zu, Dich abgeben kommt aber schlicht nicht in Frage, also schicken wir Deine Mutter ins Wasser und uns beide an den Strand.

Ein so kleines Kind kann ich verantwortungsbewusst selbstredend nicht allzu lange Sonne und Wind aussetzen und so bleibt der Weg in die Strandbar unausweichlicher väterlicher Fürsorgesinn. Mann mit Kind alleine: Ein Traum, zumindest hier. Erntet man in heimatlichen Gefilden recht häufig eher Mitleid in den Blicken der umherstehenden partizipierenden Passanten – hier ist man der Star. Also, Du bist der Star und ich Deine Ein-Mann-Entourage, aber das macht nichts. Mir nicht und Dir schon gleich gar nicht.

Unsere Kellnerin ist Mitte Zwanzig, klein, zierlich und mit allen Latina-Attributen ausgestattet die Phantasien beflügeln und dieses Land so bereisenswert machen. Zierlich, tiefschwarze lange Haare gepaart mit einem um seine Wirkung wissenden Gesichtsausdruck und Hüftschwung beim umherhuschen zwischen den kleine Tischen. Es dauert nur ein paar Augenblicke die ich durchaus abwarten kann, dann aber sitzt sie neben mir und Du auf Ihrem Schoß. Widerstand zwecklos. Die anderen Gäste müssen eben etwas geduldig sein. Eilig scheint es hier aber ohnehin niemand zu haben. Für gewöhnlich bist Du Fremden gegenüber zwar sehr aufgeschlossen, lachst alles und jeden an; auf den Arm nehmen dürfen Dich allerdings die wenigsten ohne das Du – meist mittels energischer Phonetik – Deinem Unmut Ausdruck verleihst. Nicht so Anna – Wer Deinen Namen wissen möchte rückt freiwillig seinen eigenen heraus. Das finde ich gerecht. Wir scheinen kurz vor der Adoption zu stehen. Sie fragt gar nicht erst nach einer, möglicherweise vorhanden, Mutter Deinerseits sondern gibt mir zu verstehen wie überaus verrückt Sie nach Kindern sei. Zumindest interpretiere ich Ihr Verhalten in Gestik und Mimik dahingehend, da wir mangels sprachlicher Übereinstimmung auf non-verbale Kommunikation ausweichen müssen. Jetzt lasse ich nichts aus. Eine Deiner unglaublichen Fähigkeiten unter Berücksichtigung des Alters ist es, aus einer handelsüblichen kleine Wasserflasche wie man sie in Bars und Restaurants bekommt, trinken zu können. Das sieht, nebenbei bemerkt, nicht nur großartig aus sondern sorgt zudem für eine einfache Möglichkeit Dich mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Erklärend muss ich dazu sagen, daß ich für gewöhnlich ein Handtuch unter Deinem Hals platziere da der ein oder andere Wasserschluck dann doch gerne nicht in Deinem Mund landen will. Manchmal klappt es aber auch ohne und wir müssen im Anschluß nicht Body und Sweatshirt wechseln.

Ich bestelle Vino Tinto und ein Aqua Natural. Scheinbar widerwillig übergibt Sie mir Dich und entschwindet tänzelnd Richtung Bar. Den Hüftschwung hatte ich je bereits erwähnt. Nach Ihrer Rückkehr hat sie sich einen Kaffee mitgebracht und fordert Ihr Recht nach einem auf Ihrem Schoß sitzenden Kind sogleich ein. Nichts da denke ich, jetzt möchte ich auch mit Dir ein wenig angeben. Ein Handtuch habe ich zwar in Deinem Kinderwagen dabei aber wer braucht schon heute solche Hilfsmittel und öffne die kleine Wasserflasche. Freudig strampelst Du sofort los und ruderst mit Deinen Ärmchen gen Wasser. Ich grinse zuversichtlich. Deine kleinen Händchen umschließen den Flaschenhals und Du ziehst selbstständig das Behältnis an Deinen Mund. Nun wird es spannend oder einfach nur pitschnass. Ich hebe die Flasche lediglich in den richtigen Winkel damit nicht zu viel herausläuft und Du trinkst mit großen Schlücken ohne das auch nur ein Tropfen daneben geht. Einen ganz kleinen wische ich unauffällig beiseite. Anna ist aus dem Häuschen und berichtet wortreich, laut und leidenschaftlich von dem gerade gesehen den anderen Gästen. Manche stehen sogar auf um das Wunderkind betrachten zu können. Anerkennende Blicke richten sich an mich während Du freudig in die Runde lachst. Anna muss das natürlich selbst ausprobieren und Du wechselst erneut den Schoß. Das gestaltet sich noch problemlos aber dann kommt Dein persönlicher Wille voll zur Geltung. Volltreffer, meine Tochter macht noch lange nicht alles was andere von Ihr erwarten. Du verfügst eben über einen ausgesprochen individuellen Willen und wenn der nicht trinken möchte wird das auch nicht passieren. Zwei kurze aber intensive Schreie und die Sache ist vom Tisch beziehungsweise Du wieder auf meinem Arm. Anna fällt es zwar schwer ihre Niederlage zu akzeptieren setzt aber ansonsten ihr Bespaßungsprogramm in Deine Richtung fort.

Ich trinke meinen Wein aus und Anna kümmert sich fortan auch um die anderen Gäste, kommt aber bei jedem Gang zur Bar bei uns vorbei um Dir zuzuzwinkern oder ähnliches. Zum Abschied wird Dir das Köpfchen gestreichelt und da Du beim Verlassen der Strandbar rücklings auf meiner Schulter liegst noch lange nachgewunken.

Schön so, wir zwei zusammen in einer Bar. Kontaktscheuen Zeitgenossen empfehle ich dringend vielleicht in der eigenen Verwandtschaft nach Kindern Ausschau zu halten und Strandbars zu besuchen.

Tarifa – Kleine Bettgeschichten

Solch eine Elternzeit läßt sich vortrefflich nutzen um eine Vielzahl an erzieherischen Maßnahmen zu ergreifen! So der Plan Deiner Mutter und mir. Einer der wesentlichen pädagogischen Grundideen für diese zwei Monate ist die sowohl sinnvolle wie auch zwingend notwendige Absicht Dich davon zu überzeugen, die Nächte zumindest zu einem nicht nur marginalen Teil in Deinem eigenen Bett zu verbringen. Problembehaftet an diesem Projekt war bisher das Fehlen eines solchen bei uns zu Hause. Damit haben wir es zumindest meist erklärt warum Du die Nächte im elterlichen Schlafzimmer verbringst. Das heißt genau genommen, verbringen wir die Nächte in Deinem Kinderzimmer, da sich dort unser Bett befindet. Das war zwar nur als Provisorium gedacht, diese halten aber bekanntlich und bei uns im besonderen am längsten. Von allen Seiten höre ich zwar wie verkehrt es ist ein Baby im elterlichen Bett nächtigen zu lassen – wir haben aber durch ein simples “Try and Error”-System herausbekommen, das dies eine formidable Methode ist Dich zeitig in den Schlaf zu wiegen. Kurz gesagt: es funktioniert, also lassen wir es so:

Bis jetzt!

Deine Mutter hat also mit dem Ihr gegebenem zwischenmenschlichem Weitblick beschlossen Dich ab sofort in Dein eigenes Bett zu verfrachten. Besser gesagt Sie hat beschlossen, mich in meinen väterlichen Aufgaben wachsen zu lassen und dieses Prozedere entsprechend dirigiert. Selbstverständlich sehe ich mich dieser Aufgabe gewachsen und beziehe entsprechend Position. Das wiederum bedeutet im konkreten Fall Dein Camping-Mobil-Bett aufzuklappen und hinter den Fahrersitz zu positionieren. Die Rückbank grenzt unmittelbar daran und stabilisiert das Ganze zu meiner Beruhigung. Nimmt man auf der seligen Platz kann man Dich von dort mittels einer tiefen Verbeugung in Dein Bett bugsieren. Soweit die Theorie.

Für den Bruchteil einer Sekunde stelle ich noch die Frage, warum denn die elterliche Bettentwöhnung gerade in den räumlich überschaubaren Platzverhältnissen unseres Campingbusses passieren muß, dann aber werde ich unmissverständlich darauf hingewiesen, daß das eben jetzt zu geschehen habe und es schließlich auch in meinem Interesse sei. Und überhaupt hätten wir damit sowieso schon viel zu lange gewartet. Das ist wiederum völlig korrekt und so erwarte ich an dieser Stelle den üblichen Vergleich mit irgendeinem Kleinkind auf dieser Welt. Dieser bleibt zu meinem großen Erstauen aber aus. Ich vermute daher eine weitsichtiger angelegte Absicht und leite daraus die Wichtigkeit des Projektes ab.

Alles beginnt ganz einfach: Kurz vor 20 Uhr bekommst Du Schlafgewand angelegt, Abendbrei hineingelöffelt und wirst nach einem kurzen Stillintermezzo schlafend von Brust ins Bett gelegt. Das geht auch einige Minuten gut. Die völlig neue Schlafumgebung trifft nun aber dummerweise nicht in allen Punkten Deine Zustimmung, was Du mittels akustischer Ablehnung deutlich kund tust. Kein Problem denke ich und biete gekonnt sowohl Schlaflied wie auch Schulter zur Beruhigung an. Geringe Anlaufschwierigkeiten schießt es mir durch den Kopf, das gibt sich bald.

“Bald” ist in diesem Zusammenhang aber ein relativer Begriff, deren zeitmäßiger Endpunkt gegenwärtig noch nicht ganz erreicht ist. Im normalen Prozedere tritt Deine erste Schlafphase auf meiner Schulter ein, was mich jedes Mal auf einen erfolgreichen Schlafprojektabschluss fröhlich verlocken läßt. Ich lege Dich sogleich von Schulter in Schlafgemach ab und werde dafür bei Erreichen Deiner Horizontalen mit einer neuen Form akustischer Ablehnung bedacht: eine Art Hochfrequenzgegaule untermalt mit Akrobateneinlage im Hohlkreuz unter gleichzeitigen Verdrehen Deines Kopfes über einen Winkel hinweg der nicht mehr gesund sein kann. Meine Mutmaßungen gehen in die Richtung, daß Du mir damit die Verwerflichkeit meines Tun vorhalten möchtest. Kein gutes Gefühl aber was sein muss, muss sein kommentiert dann die mütterliche Doktrin. Schändlicherweise kann ich nicht umhin zu gestehen im deutschen Schlafliedgut mäßig textsicher beheimatet zu sein und so summe ich Dir so ziemlich alles vor was beruhigende Wirkung haben könnte. Bauchkraulen, wieder auf den Arm nehmen, Geschichten von Prinzessinnen und Schlafräubern erzählen; alles beherrsche ich mittlerweile und nach einigen Versuchen – ich habe noch kein System in der Variantenreihenfolge entdeckt – erscheint Dir das eigene Bett wieder als probates Mittel zur Nächtigung in Betracht zu kommen. Jedesmal ein schönes Gefühl.

Phase Zwei tritt für gewöhnlich eine Stunde später ein und gestaltet sich ähnlich dramatisch. Aufschrei, Akrobatik und Aufbegehren diese gegenwärtig unerträgliche Situation doch bitte augenblicklich zu beenden. Und Augenblicklich bedeutet in diesem Zusammenhang dann auch definitiv augenblicklich. Dieses temporäre Ungemach scheinst Du von Deiner Mutter vererbt bekommen zu haben. Warten und Geduld sind nicht ihre ersten Tugenden, aber dies nur am Rande. In Deinem Fall führt das dazu, daß ich mich meist vor Deinem Bettchen knie, Dich umarme und in den üblichen Summsang verfalle. Eine wahrscheinlich ordentlich komisch aussehende Körperhaltung für uns beide da ich natürlich versuche Dich nun nicht mehr aus Deinem Bett heraus zu heben. Das soll nicht gut sein habe ich irgendwo gelesen und wahrscheinlich wird Deine gesamte spätere Entwicklung ansonsten in völlig falsche Bahnen gelenkt, wenn hier auch nur der kleinste Fehler begangen wird. Allerdings leuchtet es mir durchaus ein Dich nicht ständig aus dem Bett heraus zu holen wenn ich gerade erreichen will, das Du in eben diesem langfristig liegen sollst. Väter die diese Entwicklungsstufe in heimischen Gefilden absolvieren, haben wahrscheinlich weniger Rückenschmerzen, aber wer kann schon von sich behaupten, Schlafen im eigene Bett zwischen Barcelona und Tarifa gelernt zu haben.

Die folgenden Phasen gleichen sich ehrlich gesagt allesamt mit dem einzigen Unterschied nach einigen Tagen glücklicherweise länger auf sich warten zu lassen. Da selbstverständlich auch hier kein System erkennbar ist verbringe ich manchmal einen Teil der Nacht auf dem Fußboden neben Deinem Bett. Und wenn Du gut gelaunt bist reicht nach zartem Aufschrei mein Arm um Dich herum gelegt und wir sind wieder Freunde. Das ist gut so, denn mittlerweile sind wir in Tarifa angekommen und bei soviel herrlichem Wind kann man ja nicht die ganze Zeit schlafen.

Gute Nacht, Prinzessin.

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Figueres – Kunst und Kinderwagen

Freitag 20 Uhr und es geht endlich los. Deine Mutter rollt pünktlich zu Deinem Abendmal auf den Agenturhof von Cittadino, leistet das selbige professionell ab, packt Dich in Kinder- und mich auf Beifahrersitz. Ganz nüchtern bin ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr da ich bereits gegen 16 Uhr das erste wohltemperierte Füchschen vor seiner Verschalung retten musste. Bereitwillige Helfer für ein solches Projekt finden sich bekanntlich schnell und so haben wir meinen temporären Abschied von Maus und Mac gebührend begangen.

Es geht in Richtung Nancy, dem ersten Zwischenstopp unserer Rundfahrt. Regen überwiegt am folgenden Tag und so fällt es nicht schwer bereits am frühen Nachmittag die Weiterreise anzutreten. Zwei Tage Montpellier sind genug und wir trudeln über eine schmale Küstenstraße auf der spanischen Seite ein. Ein Geistercampingplatz empfängt uns stilecht. Unweit der Landstraße kurz hinter der französischen “Grenze” liegt er im Halbdunkel. Ein Großmütterchen kassiert etwas Geld für die Übernachtung und verschwindet hinter der Theke eine verlassenen Bar. Eine ideale Einstimmung für unsere Elternzeit. Am Abend begegnen mir dann tatsächlich doch noch menschliche Gestalten. Schon sehr gesetzte Herren schlurfen zwischen Wohnwagen gleichen Alters umher um gleich wieder in diesen zu verschwinden. Kein einziges Fenster ist erleuchtet. Wir beschließen den Grill anzuwerfen und widmen uns ohne Rücksicht auf den morbiden Kontext unserem Abendessen.

Dir ist das alles ohnehin völlig egal, Du bist viel zu sehr mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung Deiner Bewegungskünste beschäftigt. Zugegeben Deine Mutter greift im wahrsten Sinnes des Wortes helfend unter die Arme, dann beginnst Du aber einen Fuß vor den anderen zu setzten. Ich überlege kurz meinen väterlichen Stolz den anwesenden Morbiden vorzuführen, verwerfe aber diesen Gedanke alsbald um nicht dem Verruf zu erliegen mit Dir einen Werbefeldzug für eine neuartige Bewegungstherapie zu starten.

Am nächsten Morgen verlassen wir dieses Panoptikum um wenige Kilometer weiter südlich die Unvereinbarkeit von Kunst und Kinderwagen zu erfahren. In Figueres verwehrt man uns den Zutritt ins dortige Museum des Salvador Dali mittels prangendem Schild am Eingang unter dem großen Ei. Kinder ja, im dazugehörenden Wagen aber bitte nicht.

Kein Problem, sehe ich mich solcher Bevormundungen doch durchaus gewachsen, den ich weiß, daß wir ein Tragetuch unser eigen nennen welches Deinen Kinderwagen obsolet erscheinen läßt.

Die Frage an Deine Mutter gerichtet wo sich selbiges Utensil befindet pariert sie allerdings nur mit einem Schulterzucken. Sekunden später wissen wir wo sich das Hilfsmittel moderner Kleinkindmobilität befindet: An der Tür zu Deinem Kinderzimmer rund 1.400 km nordöstlich von hier. Damit reicht es dann auch an Kunst für diesem Tag und wir steuern die nächste Bar an. In die darfst Du auch mit Kinderwagen obwohl dieser natürlich längst verwaist alleine geschoben wird. Du sitzt schon seit geraumer Zeit dort wo wir Dich beide viel besser platziert wissen: auf meinem Arm.

Jetzt ist es wirklich Zeit für ein kleines San Miguel.

Der 9. Monat – War noch was?

Dein neunter Lebensmonat steht unter dem Zeichen unserer beginnenden gemeinsamen Elternzeit, also von zwei Monaten die wir zu dritt durch den Westen Europas vagabundieren werden. Die Frage ob wir die beiden gemeinsamen Elternzeit-Monate zuhause oder flink unterwegs verbringen werden stellte sich wenig überraschend nicht wirklich, wohl aber die Frage wohin die Reise geht. Mehrere Faktoren sind abzuwiegen.

Gedanklich kongruent lagen Deine Mutter und ich in der ersten Idee die allerdings an der böswilligen, verachtenswerten politischen Weltlage des Frühjahr 2012 scheitert. In religiösen Dingen ohnehin uneins kommen wir aber dahingehend überein das die Wiege Deiner Vor-Vorväter eine zu besuchende ist, heißt so viel wie Israel wäre ein lohnendes Ziel. Eine wohlklingende Reiseroute ist auszuwählen. Per Flugzeug gen Tel Aviv wäre zu einfach und sprengt ferner durch die zwangsläufige Notwendigkeit einer mehrmonatigen Automiete unser ohnehin nicht vorhandenes Budget. Der Landweg über den Balkan und Istanbul klingt verlockend, scheitert aber an der Unmöglichkeit die Jordanisch-Israelische Grenze zu erreichen. Der hagerer Despot von Damaskus verhindert ein solches Vorhaben, denn es herrscht Bürgerkrieg in Syrien. Einzig eine Fährverbindung ins ägyptische Alexandria bietet eine Alternative unseren Campingbus dann später über die geöffnete ägyptisch-israelische Grenze in den Mittelpunkt der monotheistischen Weltsicht zu bringen. Doch auch diese Variante bleibt verwehrt, da die Fährverbindung über einen syrischen Hafen führt und eben in diesen Tagen unterbrochen ist.

Zu zivilisationsferne Reiseziele in Richtung Osten blockt Deine Mutter vollständig ab und wird nicht müde meine väterliche Verantwortung konsequent einzufordern. Sie hat Recht muss ich – wenn auch etwas unzufrieden – zugeben. Eine medizinische Grundversorgung und die Möglichkeit einer freien Routenwahl stehen ab jetzt im Vordergrund. Prima, denke ich und ergreife den Weltatlas. Um zwei Monate permanenter Mobilität halbwegs finanziell geregelt zu bekommen entscheiden wir uns also final für eine Tour mit unserem Campingbus. Mehr als einmal blicken wir auf eine Europakarte und irgendwann ist daraus dann die iberische Küstenfahrt mit französischem Ausklang geworden. Warum eigentlich nicht. Klingt nicht so irrwitzig aufregend aber dafür wirst Du schon sorgen und die Sache ist beschlossen.

Der Bus geht in die Inspektion, wir kaufen so wichtige Dinge wie eine Wäscheleine die sich mittels Magnetfüsschen an jede Position des Autos anbringen läßt und freuen uns ansonsten einfach munter auf die kommenden Wochen mit Dir.

In der Zwischenzeit habe ich fast verdrängt, daß eine Prophezeiung Deiner Großmutter endlich Wirklichkeit geworden ist. Bereits wenige Monate nach Deiner Geburt leitet meine Mutter aus Deinen eher unverständlichen Lauten das frühzeitige Durchdringen erster Zähne ab. Du hast Dich allerdings mehrmonatig geweigert diesbezügliche Orakel Wirklichkeit werden zu lassen was mich wiederum in der Annahme bestätigt, Vater einer selbstbewussten, weil selbst bestimmenden Tochter zu sein. Wie oft ich die – in felsenfester Überzeugung vorgetragene – Hypothese “Sie bekommt früh Zähne” gehört habe weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr so genau, aber in diesem Monat war es endlich soweit und Du hast Dich an die Vorhersagen Deiner Großmutter gehalten. Der erste Zahn blickt vorsichtig aus dem Zahnfleisch hervor. Gott sei Dank, Masel tov! Wir haben die schlaflosen Nächte überstanden die diesem brachialen Entwicklungsschritt vorausgingen und können uns endlich wieder Deiner weiteren Entwicklung zuwenden.

Festgestellt hat Deine Mutter diesen Umstand übrigens lapidar nebenbei während sie sich der weit wichtigeren Frage zugewendet hat ob zum gewählten Outfit ein bunt gemustertes Mützchen oder die monochrom gestreifte Matrosenkappe aufzusetzen ist. Glücklicherweise pflegst Du während gravierender Gewissensentscheidungen glücklich grinsend umher zu gucken, so das ein Blick auf die sich bildende Zahnreihe unumgänglich ist.

Somit weißt uns ein kleiner weißer Punkt den Weg in einen weiteren Lebensabschnitt. Und den beginnst Du ab sofort im sitzen, denn diese neue Körperhaltung hast Du ganz nebenbei auch noch für Dich entdeckt.

Und das hat niemand vorhergesehen! Wozu auch.

Der 8. Monat – Sowjetische Gewichtszunahme

Dein achter Lebensmonat beginnt so unspektakulär, friedvoll und unaufgeregt das ich beginne mir Sorgen zu machen. Die wahrscheinlich, sowohl meist gehörte, wie auch ebenso gehasste Lieblingsfrage aller Eltern untereinander “Und, schläft sie schon durch?”, schwant es mir, könnte die einzige Aufregung des Monats sein. Für das Protokoll gebe ich hiermit hochoffiziell bekannt: Nein, natürlich nicht. Aber warum auch, lassen sich Nächte nicht sinnvoller und freudiger verbringen als simpel in den Schlaf zu sinken? Ich denke schon und Du pflichtest mir jede Nacht akustisch untermalt einige Male bei. Das ist völlig in Ordnung und läßt sich prima organisieren. Schlaf wird ohnehin überbewertet.

Nicht so Deine Verweigerung der proportional festgelegten statistischen Gewichtszunahme Folge zu leisten. Kommt Deine Mutter mit Dir vom Kinderarzt hat sie für gewöhnlich ein ganzes Bündel an beantworteten Fragen im Gepäck und alles ist gut. Nicht so in diesen Tagen. Der brave Doktor bestätigt Deiner Mutter in jedem Gespräch das Du eben eine zierliche Persönlichkeit bist und es keinen Anlass zur Sorge gibt. Dummerweise verfügt Deine Mutter über eine Zeichnung in der ein Koordinatensystem mittels Graphem den gewichtsmäßigen Zuwachs aller Babies und Kleinkinder in Europa, Deutschland und den Aleuten darstellt. Das wäre nicht weiter wichtig, aber natürlich kennt Deine Mutter genau diese Zeichnung in jeder Nuance. Trägt man Dein Körpergewicht an die entsprechenden Altersstellen ein und verbindet die Punkte zu einer Linie liegt diese dann streckenweise unterhalb der besagten Linie.

Dem approbierten Humanmediziner unseres Vertrauen wird augenblicklich das selbige entzogen und Deine Mutter ist in heller Aufregung. Das Kind nimmt nicht genug zu, verkümmert und wird in seiner weiteren Entwicklung völlig gehemmt. Die Befürchtungen Deiner Mutter befinden sich auf familiärem Rekordniveau. Alle Einwände meinerseits scheinen leider die verbrauchte Atemluft im Moment ihrer Aussprache nicht Wert zu sein und so bleibt mir nichts übrig als einer Eskalation entkommen zu wollen.

Doch Deine Mutter ist bereits schon einen Schritt weiter. Nachdem sie zunächst das gesamte deutsche Gesundheitssystem in Schutt und Asche verflucht hat kommt Rettung aus dem Osten. Diese Rettung wohnt in Düsseldorf in der Nähe des Oberbilker Marktes, hört auf den Namen Lilaja und dürfte bereits zu Sowjetzeiten ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten haben. Unser weiblicher Rasputin muss abgeholt und wieder nach Hause gebracht werden, glänzt aber ansonsten mit allerlei medizinischer Fachkenntnis. Sie hört Dich mit einem Stethoskop ab, welches bereits den letzten Zaren diagnostiziert haben könnte. Kurzum die Dame besitzt alle Attribute um eine jüdische Mutter zu beeindrucken und den Vater nicht allzu sehr zu schockieren. Das personifizierte Mütterchen Russland spricht ausnahmslos in ihrer angestammten Sprache und ich demzufolge relativ wenig. Deine Mutter notiert fleißig, welche Nahrungskombinationen anzuwenden sind, ich telefoniere meine Verwandtschaft auf Ihr Geheiß nach Herzfehlern ab und Du scheinst an ihr Gefallen gefunden zu haben.

Eine Stunde später halte ich einen kleinen Zettel in der Hand auf dem unsere Verhaltensänderungen der nächsten Zeit vermerkt sind. Es ist wirklich ein sehr kleiner Zettel und ich erlaube mir die Bemerkung ob diese drei Lebensmittel die ich nicht lesen kann jetzt die Zukunftsträchtigkeit unseres Familienmodells garantieren. Wir gehen einfach mal davon aus.

In den nächsten Tagen beobachten wir gespannt In- wie Output bei Dir und ich stelle mir mehr als einmal die Frage wie gerade der Output quantitativ in Relation zu Deinem Körper stehen kann. Solche Fragen können sich wahrscheinlich nur halbwegs frisch gebackene Eltern stellen – für die ist das aber von wesentlicher Bedeutsamkeit. Es scheint – zumindest für mich – alles in Ordnung, doch dann folgt ein ganz normaler Dienstag. An diesem Tag findet sich Deine Mutter allwöchentlich samt Dir zu einer Art konkurrierendem Krabbelkreis in der Stätte Deiner Geburt ein: Dem Stillcafé. Eine Einrichtung in der etwa ein gutes Duzend glücklicher Muttis ihre Erfahrungen zu Kind und allem was dazu gehört untereinander austauschen und vor allem, das dürfte der Grund Deiner mütterlichen Teilnahme an diesem Kleingruppenzwang sein: Ihre Brut unter immer gleichen Bedingungen zu wiegen. In Deinem Fall wirst Du also Dienstags von Strampelanzug und Wickelbody befreit und unmittelbar nach morgendlicher Befütterung gewogen. Das ist nun all die Wochen gut gegangen aber an diesem einen Dienstag zeigt die Waage eine geringeren Wert als in der vergangenen Woche. Das bedeutet: Nichts ist, wie es wahr.

Meine Erklärungsversuche in Richtung Gerätetoleranzen und dergleichen kommentiert Deine Mutter lediglich mit einem unverständlichen Kopfschütteln. Die sowjetische Ernährungsdoktrin ordnet von nun an eine häusliche Eigenproduktion von Quark an, deren Bereitstellung allabendlich von mir höchstpersönlich erfolgt. Das Kind muss zunehmen, egal wie lautet die Devise. Ohne Frage ist der Quark erst zu dünn, dann zu dick, aber irgendwann paßt er. Ein diätisches Lebensmittel in Form weißen Pulvers deren Konsistenz jeden Drogenfahnder zu Hinzuziehung eines geeigneten Hundes nötigen dürfte ist auf Anraten der sowjetischen Gesundheitsbehörde zwei Deiner Malzeiten zuzuführen. Aus Israel treffen ähnliche Ratschläge ein. Der großelterliche Teil der Familie wurde offensichtlich ebenfalls in die Problembeseitigung mit einbezogen und hat ihrerseits eine Rundfragerunde gestartet. Gegen ein jüdisch-russisches Familienbollwerk ist nicht anzukommen. Ich mische also fleißig was das Zeug hält und mich nicht weiter ein.

In den folgenden Tagen wird der Ernährungsplan auf das kleinste Detail umgesetzt und von Deiner Mutter mit strengem Blick überwacht. Allabendlich findet eine Telefonkonferenz mit unserer neuen Kinder-Gesundheits-Vorsteherin statt und die Lage entspannt sich von Tag zu Tag. Ich ersehne den nächsten Dienstag herbei und als an selbigem Deine Mutter fernmündlich gegen Mittag eine leichte Zunahme Deines Gewichtes übermittelt scheinen wir der Normalisierung des Familienfriedens einen Quantensprung näher zu kommen. Der eben noch verteufelte Doktor muss ebenfalls seinen Segen zur erfolgreichen Zunahme geben und damit leben ab jetzt grundsätzlich in seiner Meinung durch unsere neue Gesundheitsgenossin hinterfragt zu werden. Die verstehe ich zwar immer noch nicht, aber man gewöhnt sich erstaunlich schnell an den Umstand, daß Deine Mutter eben nach jedem Arztbesuch mit Dir erstmal eine auf zwei Stunden telefoniert.

In der nächsten Woche sind wir wieder zum mütterlichen Arbeitseinsatz aufgebrochen und Du hast ebenfalls prima zugenommen. Vielleicht lag es auch daran, das Du neuerdings Eis mit Schlagsahne von meinem Löffel lutscht. Das ist gut so, denn so nimmst Du und nicht ich zu. Ob das ein so kleines Kind überhaupt schon darf ich habe ich allerdings nicht mit der Generalsekretärin des Gesundheitskomitee abgesprochen. Und Deiner Mutter hält dicht, das weiß ich aus sicherer Quelle.

Der 7. Monat – Bewegungsdrang

In Deinen siebten Lebensmonat fällt eine entscheidende Jahreszeit. Zumindest für Rheinländer. Das, als Brauchtumspflege getarnte Freiluftbetrinken mit optionaler Zwischenmenschkonsolidierung wiederholt sich in mehren deutschen Städten an dafür fest vorgemerkten Tagen einmal jährlich und zwar rund sechs Wochen vor Ostern. Düsseldorf, eine – eigentlich DIE – dieser Zunftstätten verfällt dann in eine Art Schockstarre und wie selbstverständlich erwartet niemand eine vollwertige Arbeitsleistung der Lokalprobanden in der Zeit zwischen Altweiber und Aschermittwoch. Es ist Karneval.

Ganz Verwegene nehmen sich in dieser Zeit frei um mit ihren Gesinnungsgenossen tagelang die Altstadt zu belagern und im gewichtigen Ornat von einem Brauhaus zum nächsten zu pilgern. Es ist müßig diesen Umstand Zugereisten oder Zufallsrheinländern zu erklären, halbwegs plausibel zu machen oder gar Verständnis hierfür einzufordern. Gänzlich unmöglich wie ich in jahrelangen Feldversuchen festgestellt habe.

Rein zufällig fällt eine weitere Arbeitswoche Deiner wundervollen Mutter just in diese fünfte Jahreszeit. Kein Problem bekenne ich gönnerhaft, wer braucht schon Karneval. Über die nicht mehr zu zählenden Mitleidsbekundungen meines Umfeldes hülle ich bewusst den Mantel des Schweigens. Wir sind bis einschließlich Freitag in die badische Provinz verkauft um die Fortschritte in der Effizientssteigerung des bereits bekannten mittelständischen Schäumungsbetriebes miterleben zu können. Du und ich natürlich nur mit dem gebührenden Abstand unseres dreimal täglichen Erscheinen dort um Dich an die labende mütterliche Brust anzudocken. Deine Mutter jedenfalls ist wieder in Ihrem Element. Es wird optimiert was das Zeug hält.

In der Zwischenzeit fragen wir uns allerdings, wann Du wohl die Fähigkeit der Fortbewegung in welcher Form auch immer für Dich entdeckst. Bis dato reckst Du zwar Dein Köpfchen völlig selbstbestimmt gen Himmel, was bei mir stets mittelschwere Begeisterungsströme hervorruft, aber an eigenständiges Fortkommen denkst Du überhaupt nicht. Meine Einwände “das kommt schon noch” finden natürlich bei Deiner Mutter keinerlei Gehör. “Das kann Sie bereits seit vergangenen November” schallt es mir entgegen. Alle Kinder ihrer Bekannten in Stillcafe, Pekipkurs und sonst wo robben oder krabbeln munter umher, Du grinst uns lieber fröhlich an und verkennst völlig die Wichtigkeit dieses evolutionären Schrittes. Meine These ist ja, daß Mütter bei Verkündigung der bereits erworbenen Fähigkeiten ihrer Kinder gnadenlos übertreiben um bloß nicht in den Verdacht zu geraten, irgendetwas Elementares an frühkindlicher Entwicklung behindert zu haben. So nicht Deine Mutter. Sie beruft lieber gleich ein motorisches Beobachtungswochenende ein um zu ergründen, was nicht zu ergründen ist. So zumindest meine väterliche Meinung. Freundlicherweise scheint Schnee und Bergluft solche Projekte zu befördern und das ganze Spektakel findet in einem hübschen Skiort statt. Wir beschliessen die genaue Analyse Deines Bewegugnsundrangs auf die Stunden außerhalb der Pistenzeiten zu legen und so verbringen wir den Samstag auf der Sonnenterrasse einer bewirtschafteten Hütte bei bestem Kaiserwetter, zwischenzeitliches Alpin- und Après-Ski inbegriffen.

Am Abend ist es nun soweit, die Bewegungsstudie beginnt und in der Tat es tut sich was. Wir animieren Dich durch allerlei Kuschelgetier, Raschelspielzeug und Klappergeräusche sich auf den Weg zu machen. Anfänglich schaust Du zwar noch etwas zweifelnd, aber dann entwickelst Du Deinen ganz eigenen Bewegungsdrang. Mittels umdrehen, gerne auch mal durch umfallen, entsteht eine schraubende Bewegung die Dich, wenn auch im Zeitlupentempo, nach vorne bringt. Wir sind verblüfft wie das überhaupt funktioniert. Detailliert erfassen lässt sich das alles nicht, aber Zentimeter für Zentimeter eroberst Du das Bett. Landest Du bei den gekonnten Umfallern auf dem Rücken wird solange mit den Armen in der Luft gerudert bis genug Schwung geholt ist um den ganzen Oberkörper erneut eine halbe Schraubbewegung weiter voran zu bringen. Unsere Begeisterung kennt keine Grenzen mehr und wir verbringen den ganzen Abend Dir zuzuschauen wie Du Dich, zwar gemütlich aber konsequent, voranschraubst.

Der sonntägliche Himmel ist leider wolkenverhangen und so beschließen wir bereits nach dem Frühstück gen Heimat aufzubrechen. Außerdem wer motorisch schon so weit ist, der ist auch alt genug für rheinische Brauchtumspflege. Und morgen zieht der Rosenmontagszug durch Düsseldorf. Aber da trage ich Dich dann doch lieber hin. Helau.