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posted by on Das dritte Jahr, Von Geburt an

In Deinem siebenundzwanzigsten Lebensmonat waren wir – bis auf einen Kurztrip an den Gardasee, der allerdings mächtig verregnet war – nahezu ausschließlich zu Hause, was für unsere Verhältnisse schon erstaunlich genug ist und zwangsweise dazu führt, das Du sehr regelmäßig den Kindergarten besuchst. Und irgendwann in diesen Tagen taucht ein Name immer wieder auf: Nico. Sind wir bisher zum Kindergarten immer “tu” Anna gefahren (ein “Z” will einfach nicht über Deine kleinen Lippen) so heißt das Ganze neuerdings eben “tu” Nico. Zu besonders gut gelaunten Zeiten wird Anna gnädigerweise noch erwähnt und wir fahren eben “tu” Nico und Anna – aber klar ist: Nico ist die Nummer eins. Dein Vater ist in seiner manchmal doch etwas zu naiv, gutgläubigen Sicht auf die Dinge dieser Welt ernsthaft zu Beginn der – wie vom Himmel gefallenen – Namenspermanenz Nico davon ausgegangen, das es sich vielleicht um einen neuen Betreuer männlichen Geschlechts handelt (gibt es eigentlich den Quotenkindergärtner?) aber davon weit gefehlt. Still und heimlich, und vor allem über Nacht ist er da:

Dein erster kleiner Verehrer!

Auf einmal ist alles Nico. Du bist Nico, Dein Lieblingsteddy Miscka ist Nico und wenn ich Dich frage wer am Tisch noch fehlt ist das nicht etwa Deine Mutter, sondern – wenig überraschend – Nico. Spielen wir abends zusammen, sitzen der Teddy (dann heißt er übrigens wieder Mischka) und ein imaginärer Nico mit auf dem Spielteppich und bekommt wie selbstverständlich Karten für das Tierlotto zugeteilt. Prima ich habe jetzt zwei Kinder und eines davon ist immer gerade nicht zu Hause. Ich werde neugierig. Am nächsten Tag frage ich mal so ganz zufällig im Kindergarten nach, wer denn dieser Nico ist.

Wahrscheinlich dem gleichen Gesetz folgend, nachdem das Marmeladenbrot stets auf die “Gesichtsseite” fällt, ist Nico selbstverständlich just an an diesem Tag nicht zugegen und ich werde lediglich von einer der Damen darauf hingewiesen, das Nico Dein spezieller Freund sei. Na prima, Du bist zweieinhalb Jahre alt und ein spezieller Freund sitzt nicht nur fast täglich unsichtbar in unserem Kinderzimmer sondern verwehrt sich durch geschicktes Taktieren seiner Kindergartenbesuche meiner väterlichen Wohlwollensprüfung. Ich glaube nicht, daß wir Freunde werden – soviel scheint sicher.

Da mir nichts ferner liegt, als mich in Deinem Kinderclub als Helicoptervater zu outen – so nennt man in diesen Tage zu sehr fürsorgliche Eltern – bleibt mir zwangsweise nichts anderes übrig, als mir anderweitig einen Überblick zu verschaffen. In den nächsten Tagen vergesse ich grundsätzlich täglich irgendetwas und tauche nach ein paar Minuten erneut bei Dir im Kindergarten auf. Bringt aber alles nix – von Nico keine Spur. Was bildet sich dieser Krabbelgruppengigolo eigentlich ein. Es bedarf einer neuen Taktik. Von nun an schaue ich – selbstverständlich rein zufällig – an der Garderobe in Eurem Vorraum wann unter dem Namensschild Nico keine Haus- sondern Straßenschuhe stehen und tatsächlich, bereits am nächsten Tag werde ich fündig.

Jetzt heißt es dranbleiben:

Wir beide spazieren also wie üblich Hand in Hand in Euren Frühstücksraum und Du suchst einen Platz aus, läßt Dir bereitwillig den – zu Hause nicht verputzten – Buchweizen mit Milch vor die Nase setzen und beginnst sogleich eben diesen zu löffeln. Keine gesonderte Reaktion von irgendjemandem. Um nicht weiter aufzufallen verabschieden wir uns in gewohnter Zeremonie und ich entschwinde aus dem Raum. Unmittelbar hinter der geöffneten Flurtür muss ich unaufschiebbar aber einige SMS schreiben und kann folglich gerade nicht weitergehen. Es dauert keine Minute und ein Lockenkopf in Latzhose schleppt seine Frühstücksdose um den Tisch zu Dir heran. Ihr beide begrinst Euch freudig und beginnt in gleicher Minute damit die bevorratenden Zerealien im Rotationsprinzip unter Euch aufzuteilen. Meine Verzückung ob dieses Sujet wird allerdings jäh unterbrochen da sich eine Deiner Betreuungsdamen zu mir gesellt und mich auf den Boden der Realität zurückholt. “Haben sie wieder etwas vergessen” fragt sie mich und ich fühle mich irgendwie ertappt. Bevor ich antworten kann, erwähnt sie fast beiläufig und überhaupt nicht triumphierend, daß der Latzhosenmann eben derjenige Nico sei, nachdem ich letzthin gefragt habe und mit Dir jeden Tag zusammen frühstückt. “Das sei ja putzig” entgegne ich und frage unaufdringlich nach, was Ihr beide denn sonst noch so zusammen anstellt. “Eigentlich nichts” vernehme ich und blicke in ein erstauntes Gesicht.

Ach doch, manchmal nach dem Frühstück bugsiert Nico so ziemlich jedes Spielzeug heran was gerade greifbar ist und möchte mit Dir spielen, aber das scheint Dich dann nicht mehr zu interessieren, denn egal was er Dir offeriert es wiederholt sich stets das gleiche Spiel: Du nimmst es und schickst ihn stehenden Fußes wieder weg. Aber das macht ja auch Sinn, schließlich spielen wir jeden Abend mit ihm und da ist er schließlich nie da.

So kann das ruhig weitergehen Prinzessin: Wer etwas von Dir will, kann sich gefälligst auch ordentlich anstrengen. Das gehört sich so – findet zumindest Dein Vater.

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Das Du bilingual aufwächst versteht sich von selbst; daß Deutsch aber wohl Deine primäre Sprache werden wird steht nicht für beiden Elternteile fest. Einer russischen Mutterseele – die einer Großmutter im übrigen nicht weniger – treibt es wahrscheinlich gefühlten sibirischen Eiswind ins Gesicht bei der Vorstellung das möglicherweise Deine Russischkenntnisse nicht genügend befördert werden könnten. Für die korrekte Verbalwiedergabe derlei Befürchtungen ist ein einziger Konjunktiv im Grunde viel zu schwach.

Es dauert also nur wenige Monate und wir schauen uns die erste “Russische Schule” an. Meine Einwände aus der Rubrik “Möglicherweise ist es noch etwas früh für eine Schule – Du bist ja erst zwei Jahre.” kontert Deine Mutter eloquent mit dem Hinweis auf Deine unstillbare Wissbegierigkeit aus. Bis dahin dachte ich immer das sei übliche kindliche Neugierde, aber so habe ich schon wieder etwas gelernt. Das Unverständnis ob dieses Einwandes im Gesicht Deiner Mutter kann sich jeder vorstellen, der sie kennt – alle anderen rufen sich jetzt bitte eine Polarexpedition ins Bewusstsein, die zur Sicherheit einen Kühlschrank mitführt, damit der Proviant nicht warm wird. Kurzum diese Institution scheint gesetzt zu sein und ich beschließe vorurteilsfrei an die ganze Sache heranzugehen.

Das ist nicht ganz einfach als mir eine wuchtige Endvierzigerin in einem Bürogebäude die Tür öffnet und uns etwas zu herzlichst willkommen heißt. Ich gebe zu, der Eindruck von außen täuscht und im Inneren des Reichs von Doppel D Ludmilla sieht es aus, wie in jedem anderen Kindergarten auch. Ihre Notizkladde wird von einem Davidstern dekoriert und sie tippt – gewiss absolut unbewusst – unaufhörlich darauf herum.

Was nun folgt entspricht in etwa dem, was ich mir als mögliches “Worst-Case-Szenario” ausgemalt habe. Der Fleischberg mit Rüschenbluse und Brokatweste erläutert mit tiefer Inbrunst und ebenso gleicher Stimme die unverzichtbare Notwendigkeit Kindern Wissen zu vermitteln und dieses besonders zu festigen. Die Nachhaltigkeit Ihrer Intension manifestiert sich für sie in Hausaufgaben bei deren Nichterledigung die entsprechenden Eltern zum Rapport einbestellt würden. Ich bin überzeugt in einer Vorschule für Nachwuchsdiktatoren gelandet zu sein. Langsam fängt es mir an Spaß zu machen, da eine Entscheidung gegen diese Rohrstockinstitution längst gefallen ist. Also frage ich nach, warum denn auch so kleine Kinder schon Hausaufgaben auferlegt bekommen und lasse nicht unbemerkt, daß mir ein spielerischer Umgang mit dem Bildungsauftrag durchaus sympathischer ist. Das ist zu viel für Fräulein Rabiata und sie verfällt in einen noch resoluteren Kasernenhofton. “Sehen Sie, mein Herr – vielleicht wissen sie das ja nicht, aber ich bin Jüdin und gerade jüdische Kinder müssen immer besser sein als alle anderen.” Und da könnte etwas rigide Strenge eben gar nichts schaden. Aber es kommt noch besser. Sie fragt mich in leicht mitleidigen Unterton ob ich denn Herrn Bismarck kennen würde. Die wenig geistreiche Nachfrage nach demjenigen mit den Fischen spare ich mir gerade noch und antworte höflich und mit absichtlich leisen Ton, daß Sie getrost davon ausgehen dürfe, in mir jemanden zu sehen, dem die Eckdaten europäischer Geschichte geläufig sind und ich somit im Bilde um die Persönlichkeit des ersten deutschen Reichskanzlers sei. Da strahlt das rigorose Fräulein und erklärt voll begeisternder Inbrunst, daß sich Ihre pädagogische Einrichtung an den Idealen, Werten und Vorstellungen des Deutschland im späten 19. Jahrhundert orientiert.

Eine Familie mit liberalen Grundwurzeln steht also vor einer kaisergetreuen, jüdischen Migrantin aus der ehemaligen Zarenstadt St. Petersburg (das war wohl der Grund, warum Deine Mutter recht lange zu ihr gehalten hat) und bekommt im wahrsten Sinne des Wortes den Mund nicht mehr zu. Eine kurze Bemerkung zu den Sozialistengesetzen und der damit verbundenen politischen Intoleranz Ihres Herrn Bismarck kann ich mir einfach nicht verkneifen und erlaube mir noch ebenso höflich wie bestimmt meinem Mitleid für die hier verwahrten Kleinmonarchisten Ausdruck zu verleihen. Gekonnt stellt das stämmige Fräulein noch fest, daß wir da wohl etwas unterschiedliche Auffassungen in pädagogischen Fragen hätten. “Vielleicht ein klein wenig” entgegne ich und wir verabschieden uns freundlich, aber wohl für immer voneinander. Sie fügt noch an, daß sie es bemerkenswert findet, daß ich – trotz meiner offenkundigen Abneigung – so lange zugehört habe. Das mache ich übrigens immer so wenn mir Dinge begegnen die ich nicht verstehe. Man fühlt sich dann so herrlich bestätigt in seiner Meinung.

Ach ja und noch etwas: Du gehst natürlich trotzdem in eine “russische Schule”. Die liegt mitten im Düsseldorfer Rotlichtviertel in der obersten Etage eines Hauses auf dem noch der Werbschriftzug “Citysauna” aus den 1970er Jahren zu lesen ist. Die ersten Stunden bin ich mit Dir dorthin gegangen und wir haben mit fünf russischen Muttis und deren Nachwuchs im Kreis getanzt nachdem Luba, Deine “Lehrerin” durch eine Igelhandpuppe auf der Schulter sitzend uns genau dazu aufgerufen hat.

Aber die Bilder die Du dort malst sehen viel russischer aus als die Zuhause.

Viel Spaß in der Schule, Prinzessin.

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Den ersten Monat Deines neuen Lebensjahr haben wir zu nicht unbeträchtlichen Teilen auf Achse verbracht. Ein niedersächsischer Kunde Deiner Mutter hat Sehnsucht nach ihr und die Herrschaften der Toten Hosen sowie der Ärzte geben sich auf dem Flugfeld des ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof die Ehre vor knapp 60.000 Leuten zu spielen. Da müssen Deine Eltern natürlich hin. Ach ja: Urlaub wollen wir auch noch machen.

Also rollt der Familienkleinbetrieb zunächst ans Steinhuder Meer und Deine Mutter geht von hier aus täglich zur Arbeit während wir beide die hiesige Strandlage testen. Nebenbei bemerkt: Wer einen Siebziger Jahre Flashback braucht und die zeitlupengesteuertsten Kellnerinnen der westlichen Hemisphäre erleben möchte, dem sei das schmucke Städtchen Mardorf wärmstens empfohlen. Aber dafür gibt es eine Fischbude deren Räucherware Deine volle Zufriedenheit erreicht und in uns somit treuen Kunden gefunden hat. Zum Auftakt überreichen wir Dir Dein neues Fortbewegungsmittel in Form eines kleinen Laufrades. Das erscheint Dir allerdings äußerst suspekt und die ersten Bewegungsversuche konkurrieren in Punkto Geschwindigkeit mit denen der gerade angesprochenen Servierfachkräfte – nur brauchen die dafür noch nicht mal ein solches Rad. Glücklicherweise haben unsere Nachbarn einen Sohn ungefähr gleichen Baujahrs der die dreirädrige Modellversion sein eigen nennt, aber an Deiner Zweiradvariante größtes Interesse bekundet. Irgendwie handelt ihr beide einen Tausch aus und zwei Kinder sind glücklich. Diese Austauschverhandlungen wiederholen sich etwa im Stundentakt aber so wichtige Entscheidungen erfordern ja auch ein gesichertes Fundament.

Jedenfalls rollst Du von nun an mit Leidenschaft mit zwei oder drei Rädern über den Campingplatz. Das eigentliche Projekt dieses Sommers verschiebe ich Kraft autoritärer Willkür auf den anstehenden Strandurlaub, da ich glaube das die Windelentwöhnung zwingend an eine materne Permanenz gekoppelt sein sollte und ich durchaus gewillt bin die ein oder andere Erziehungskompetenz abzugeben.

Der Wochenendausflug nach Berlin führt zu großer Begeisterung auf allen Seiten, da Du natürlich von Mimi betreut wirst während Deine Mutter und ich mehr als erstaunt sind wieviele Eltern ihren Nachwuchs mit auf ein Punkrockkonzert schleppen – größtenteils mit Ohrenschützern aber immerhin.

Am Sonntag zur Zeit Deines Mittagsschlaf starten wir in Richtung Südfrankreich und müssen leider feststellen, das wir wohl nicht die einzigen sind die an diesem Tag unterwegs sind – jedenfalls befinden wir uns immer noch auf dem Berliner Autobahnring als Du erwachst. Mit allerlei Tricks und munterem Gesinge gelingt es uns zumindest Braunschweig zu erreichen bevor Du Dich endgültig weigerst in Deinem Autositz zu verweilen. Den ortsansässigen Zoo wählen wir kurzerhand als nachmittäglichen Verweilort aus und stellen mit Begeisterung fest wie Du auf Tiere reagierst die fünf bis zehnmal so groß sind wie Du. Solange Du sie streicheln kannst ist alles gut und so ein Kamel macht sich als Haustier gewiss ganz gut. Jedenfalls höre ich den ganzen Tag, daß eben dieses Kamel mit ins “Wohnauto” (so bezeichnest Du unseren Campingbus) muß, was mich wiederum zu der Annahme bringt, daß ein Kinderleben ohne Kamel irgendwie einen Irrtum darstellt. Ich überlege wie die Bekanntschaft mit einer Kamelhandeltreibenden Beduinenfamilie zu erreichen ist, verwerfe den Gedanke aber recht zügig, da Kamele weder durch Nadelöhre gehen noch in drittgeschossigen Etagenwohnungen Einzug halten können. Mir scheint Deine Zukunft im Wüstenschiffbereich eher unvorhersehbar, verspreche Dir aber in absehbarer Zukunft einen Ausritt auf Deinem neuen Lieblingshaustier zu ermöglichen. Vielleicht fliegen wir mal nach Marokko empfehle Deiner Mutter. “Selbstverständlich” entgegnend sie mir “und wenn sie das nächste Mal den Mond sieht, ziehen wir nach Baikonur.” Das klingt ebenso herzlos wie logisch und ich gebe mich damit zufrieden. Unterdessen hast Du auf dem Spielplatz die Riesenrutsche entdeckt und wen interessieren da noch die Kamele von vorhin.

Nach Deinem Abendbrot machen wir uns wieder auf den Weg und erreichen am folgenden Nachmittag Saint-Pierre-la-Mer unweit von Narbonne. Hier verbringen wir die nächsten zwölf Tage und beabsichtigen Dich von der Unnötigkeit der Pampers-Produkte zu überzeugen. Deine Mutter hat für selbiges Unterfangen selbstverständlich entsprechend vorgesorgt und eine recht interessante Konstruktion erworben. Mittels einer kleinen Leiter kannst Du selbstständig die Toilette unseres Campingbus erreichen und dort oben befindet sich eine kindergerechte Verkleinerung der Sitzfläche.

Diese neue Errungenschaft findet gehörigen Anklang bei Dir und die nächsten Tage verbringen wir nicht selten vor eben dieser Konstruktion. Ganz gleich ob Du vorher gespielt hast, in Deinem Planschbecken umhergerudert bist oder auch in Deinem Bett liegst. Es vergehen wenige Minuten und unser neuer Liebligssatz erschallt: “Baby muß Pipi!”! Unsere anfängliche Begeisterung ob Deiner raschen Auffassungsgabe weicht recht schnell der ernüchternden Feststellung, daß es weit weniger um die Toilettenaktion als solche geht, sondern Du vielmehr offenkundig einen ordentlichen Unterhaltungswert darin erkennst, Deine Eltern dazu zu bewegen nach dem ausgesprochenen Schlüsselsatz augenblicklich alles stehen und liegen zu lassen um Dich ins Badezimmer zu verfrachten und vor besagte Konstruktion zu positionieren.

Artig erkletterst Du Deinen Toilettenthron und grinst fröhlich frech in die versammelte Familienrunde. Und dann passiert meistens etwas überaus Aufregendes: Nämlich rein gar nichts. Deine Beinchen schaukeln munter umher und Du siehst überaus glücklich aus. Nur die eigentliche Sinnhaftigkeit des ganzen Unterfangens will sich nicht einstellen. Dieses heitere Familienspiel wiederholt sich mehrfach täglich. Irgendetwas läuft hier verkehrt. Deine Mutter und ich schauen uns von nun an des öfteren fragend an, kommen aber nicht wirklich zu einer befriedigenden Antwort. Also entscheiden wir uns für das Prinzip Durchhalten. Und das funktioniert ganz passabel.

Mit jedem Tag verstehst Du ein wenig mehr wozu die kleine Kletterpartie nötig ist und begeisterst Deine Eltern immer wieder aufs neue. Ganz in Deine neue Kompetenz vertrauend beschließt Deine Mutter irgendwann auf eine Windel vollends zu verzichten und beschließt Dich sozusagen unten ohne in den Tag zu schicken. Eine detailreiche Schilderungen der folgende Ergebnisse erspare ich uns allen an dieser Stelle, nur soviel: So ein Gartenschlauch tut schon gute Dienste und der Weg vor unserem Campingbus ist wieder sauber.

Am folgenden Tag entdeckst Du das Abwasserventil an unsrem Campingbus und stellst im Brustton kindlicher Überzeugung fest: “Auto macht Pipi.” Ich weiß eigentlich nicht warum, aber von nun an gestaltetet sich Deine Windelentwöhnungsphase irgendwie entspannter und alles wird gut.

Ach so, die Idee ab jetzt weniger Windeln zu benötigen hat hervorragend funktioniert. Wir brauchen jetzt etwa doppelt so viele, aber das läßt sich bestimmt irgendwie saisonbereinigt heraus rechnen. Und bevor Fragen aufkommen: Nein, ich ziehe Dir nach einem Fehlalarm nicht die gleiche Windel nochmal an.

Wo wir gerade dabei sind: Muß Baby Pipi?

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Dein 24. Lebensmonat fällt logischerweise auf den Hochsommer und somit jährt sich eine Veranstaltung die mit Dir überhaupt nichts zu tun hat: Die gemütliche Verrücktentruppe meines Lieblingskunden unternimmt Ihr jährliches Teambuilding an dem Dein Vater natürlich nicht fehlen darf. Als ich in Deinem Alter war nannte man das noch Betriebsausflug und belegte im Firmenkalendarium einen freien Nachmittag sowie in der ortsansässigen griechischen Spezialitätengaststätte die Kegelbahn. So erzählt es zumindest Dein Opa.

Heute koppelt man an den Nachmittag noch ein Wochenende an und fährt ans Meer. Jedenfalls entfällt somit ein Wochenende väterlicher Verfügbarkeit für Dich. Ich bin mir sicher das geht klar mit uns beiden. Nachdem Deine Mutter diese Offerte unterbreitet bekommt überlegt sie nicht lange und entscheidet kurzerhand mit Dir einen Mädelsausflug nach Berlin zu unternehmen. Dort wohnt bekanntlich Deine Nicht-Patentante und beste Freundin Deiner Mutter.

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In den nächsten Tagen höre ich gefühlte tausendmal den gleichen Satz aus Deinem Mund: “Baby fährt tu Mimi”. Z und T sind derzeit noch nicht zu unterscheidende Konsonanten für Dich. Jedenfalls ignorierst Du beharrlich jeden Verbesserungsversuch meinerseits; was ich aber auch schnell aufgegeben habe, da ich das einfach zu putzig finde. Auch frage ich stets interessiert nach was den in Berlin machen möchtest, bekomme aber kontinuierlich die gleicht Antwort: “Tu Mimi”. Aber vielleicht hat das ja auch einfach zu genügen. Irgendwann erlaube ich mir auf die Idee zu kommen, Dich begleiten zu wollen und blicke nach Verbaläußerung desselbigen Umstandes in ein völlig irritiertes Kindergesicht.

“Papa nicht tu Mimi.” ist die noch weichgespülte Variante Deiner Missbilligung einer eventuelle väterlichen Partizipation am hauptstädtischen Ausflug der mir nahestehenden Damenwelt. Je näher der Termin rückt umso rigider formulierst Du Deinen Wunsch endlich mal mit Deiner Mutter alleine sein zu wollen. Ich darf nicht mit und werde somit förmlich genötigt das Land zu verlassen und ein Wochenende am Strand zu verbringen. Bitte Prinzessin, wenn es Dein Wunsch ist – wer kann da schon nein sagen.

Die Damen reisen selbstverständlich zeitoptimiert und Deine Mutter koordiniert Ihre freitägliche Ankunft aus Irgendwo mit Eurem gemeinsamen Weiterflug nach Berlin. Freudestrahlend präsentiert sie mir ihr Zeitkonzept, in der sie noch nicht einmal den Flughafen von Düsseldorf verlassen muß, sondern lediglich Dich dort in Empfang zunehmen gedenkt. Wer nicht mit darf, fährt auch nicht zum Flughafen, heißt: Ich scheide als Shuttle-Service aus. Ich gestehe allerdings wahrscheinlich um diese Uhrzeit auch schon die niederländische Küste erreicht zu haben. Also werden Deine mütterlichen Großeltern, an diesem Nachmittag ohnehin mit Deiner Bespaßung betraut, von Ihrem erweiterten Aufgabenbereich in Kenntnis gesetzt. Zumindest in der Wahrnehmung Deiner Mutter, denn als ich Dich den Abend zuvor von ihnen abhole und mehr beiläufig erwähne, an welchem Gate Deine Mutter auf Dich wartet, schaue ich in zwei völlig ahnungslose Augenpaare.

Deine Mutter kann ganze Industriekomplexe optimieren, Fabriken reorganisieren, aber in Kommunikationsangelegenheiten könnte ihr manchmal durchaus jemand hilfreich zur Seite gestellt werden. Kurz gesagt, sie hat – mal wieder – vergessen ihre Umwelt von der Einzigartigkeit Ihrer Planung in Kenntnis zu setzen. Also wandele ich den unverständlichen Gesichtsausdruck Deiner Oma in ein mitleidvolles Nicken um und entschwinde mit Dir auf dem Arm.

Am nächsten Morgen magst Du schon zu früher Stunde nicht mehr schlafen und schleppst stattdessen ganze Heerscharen von Kuscheltieren zu Deinem Koffer verbunden mit der resolut formulierten Feststellung “Das muß mit!” Einen Schrankkoffer bräuchten wir schon aber das interessiert Dich selbstverständlich nicht. Du beschließt alle Kleidungsstücke durch Hasen, Eisbären, Zebras und sonstiges Getier zu ersetzten. Meinen gutgemeinten Hinweis doch wenigsten den Schlafanzug im Koffer zu belassen konterkarierst Du mit dem Verweis auf den selbigen den Du am Körper trägst. Gegen soviel kleinkindliche Logik kommt keiner an und ich hole einen größeren Koffer.

Wir fahren zum Kindergarten und auf dem Weg frage ich zur Sicherheit noch einmal nach ob Du nicht lieber mit Deiner Mutter und mir nach Berlin fliegen möchtest. Was soll ich sagen: Aussichtslos. “Baby tu Mimi, mit Mama, nicht mit Papa.” Etwa wegrationalisiert fühle ich mich schon als ich Dich an Anna, Deine Kindergärtnerin, übergebe und mich von Dir verabschieden will.

Fast dachte ich es mir schon und dann kommt er auch – der meist gehörte Satz der letzten Tage: “Papa muß weg!” Na dann guten Flug und schönes Wochenende, Prinzessin.

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Es hat noch nicht einmal zwei Jahre gedauert und das erste unumstößliche Dogma Deines Vaters ist wie das berühmte Kartenhaus zusammengebrochen: Dein Essen im Kindergarten. Im Zuge der Suche nach einem geeigneten Tagesaufenthalt für Dich habe ich kategorisch diejenigen Einrichtungen ausgeschlossen, in denen Mittags nicht frisch gekocht wird. Erfahrungen mit Mensa, Kantine und Co sollst Du alleine machen und zwar idealerweise zu einem Zeitpunkt wo Du selbstbestimmt mit leeren Tablett an der Kasse vorbeiziehst und die feilgebotenen Schnitzelsurrogate – die wahrscheinlich inoffizielle deutsche Leibspeise – verschmähst.

Selbstverständlich bist Du dennoch in einem Kindergarten mit Cateringservice – der neudeutsche Version der klassischen Kantine. Bis dato allerdings nur bis Mittags und ein fleißiges Familienmitglied erscheint pünktlich um zwölf Uhr mit Deinem Mittagessen meist aus großväterlicher Produktion. Dieses Prozedere birgt allerdings verschiedene Nachteile. Zum einen wird es Dir allmählich schwer vermittelbar, warum alle anderen Kinder – wir sind selbstverständlich die einzigen mit der Halbtagsvariante – zusammen am Mittagstisch sitzen und Du an eben dieser Tafel nicht Platz nehmen darfst und ferner schläfst Du grundsätzlich auf der anschließenden Rückfahrt im Auto ein. Zuhause bzw. bei Deinen mütterlichen Großeltern angekommen, also nach etwa zehn bis fünfzehn Minuten, musst Du folglich schlafend aus Deinem Autositz genommen werden und erwachst spätestens im Treppenhaus. Bis Du dann endlich in Deinem Bett angekommen, magst Du manchmal – wie wundersam – nicht direkt wieder einschlafen und es bedarf der üblichen Tricks. Eine funktionale Abhilfe ist es, Dich vom Kindergarten aus in Deinem Kinderwagen durch die Gegend zu schieben. Dieses Unterfangen scheitert allerdings an nicht wenigen Tagen auf Grund der mitteleuropäischen Großwetterlage. An dieser Stelle sei den Erfindern dieser Welt ein atmungsaktiver Regenschutz für solche Gefährte dringend ans Herz gelegt. Ich danke vorab und sichere eine mannigfache Abnahme zu.

Kurz und gut die Halbtagsbetreuung ist mehr als suboptimal und bedarf einer Korrektur. Ob nun Zufall oder nicht, jedenfalls trägt man uns seitens Deines Kindergartens in diesen Tagen die Option einer vollzeitlichen Betreuung anheim. Für Deine Mutter ist selbstverständlich sofort alles klar und ich wehre mich soviel es geht. Es geht allerdings nicht so gut, weil mir schlichtweg die Alternative fehlt. Die russische Familienseite – ohnehin mit dem Kindergarten wenig glücklich – rät zum sofortigen Betreuungsausstieg und bietet die Übernahme an. Deine Mutter und ich sind uns bekanntlich selten einig, in diesem Punkt finden wir aber beide die Kindergartenvariante überzeugender.

An die Stelle von Faina und Semen gerichtet möchte ich mich für das Angebot von ganzem Herzen bedanken, bitte aber ebenfalls um Verständnis, das wir in Kindergartenfragen schlicht und ergreifend anderer Meinung sind, was eben von nun an Deinen werktäglichen Aufenthalt in Unterrath bis etwa drei Uhr ausdehnt.

Du siehst Dich in der Folge dieser Entscheidung zwangsweise mit zwei Änderungen konfrontiert: Gegessen wird mit allen anderen Kindern zusammen und anschließend geschlafen ebenfalls in der Gute-Nacht-Höhle mit Deinen kleinkindlichen Mitstreitern des Kindergarten. Von einer Kreidetafel neben dem Eingang entnehme ich täglich das Mittagsangebot des Hauses und erreiche eine Trefferquote von annähernd einhundert Prozent ob Du etwas isst oder eben nicht. Beim Thema Einschlafen reizt Du Dein Prinzessinnen-Püppchen-Image bis an die Schmerzgrenze aus und so darf sich wahrscheinlich jede Deiner Betreuerinnen rühmen, Dich auf der Schulter liegen gehabt zu haben. Das beruhigt und amüsiert mich wiederum gleichermaßen.

Gefühlte Ewigkeiten vergehen bis sich auch bei Deinem Vater nach einer guten Woche die Einsicht breitmacht Deiner kleinkindlichen Seele keine irreparablen Schaden zuzufügen, nur weil Du mittags keine Hausmannskost mehr dargereicht bekommst. An dem ein oder anderen Tag probierst Du etwas, lehnst jedoch das Essen dann vollständig ab.

Dein Großvater hat aber hierfür stets vorgesorgt und Deinen Nachmittagsfrüchtebrei still und heimlich gegen sein Selbstgekochtes ausgetauscht. Das weiß ich natürlich überhaupt nicht, möchte mich an dieser Stelle aber einfach mal dafür bedanken.

Ich glaube, so ein klein bisschen jüdisch sind wir eben doch alle. Und das ist auch gut so.

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Dein 22. Lebensmonat fällt auf den Mai, was wiederum bedeutet, daß wir mit der Frage konfrontiert sind wo der Geburtstag Deiner Mutter zu begehen ist. Wenig überraschend steht Tarifa auf der Auswahlliste recht weit oben und wird von der Aussage begleitet, “es werde auch mal wieder Zeit zu kiten und überhaupt seien wir in diesem Jahr schon so viel Skifahren gewesen – jetzt könne man sich ja mal wieder um sie kümmern.” Für das Protokoll: Wir waren zweimal in den Bergen.

In diesem Zusammenhang werde ich sogleich nochmals darauf hingewiesen, daß Tarifa nicht zum Urlaub zähle sondern so eine Art Grundrecht Deiner Mutter mindestens einmal jährlich darstellt. Jedwede Diskussion zum diesjährigen Nichturlaub im Mai ist ab dem jetzigen Zeitpunkt obsolet und wir buchen Flüge, Mietwagen und Haus noch am gleichen Tag der Debatte. Aus Kostengründen entscheiden wir uns für die puristisch-originelle Flugvariante und besteigen mal wieder einen irischen Lowcost-Carrier. Die ganze Fahrt zum Flughafen freue ich mich insgeheim wie Deine Mutter mit Dir auf dem Arm ihr selbstgewähltes Recht auf privilegierte Behandlung am Gate einfordert. “Man lässt ja wohl kleine Kinder zuerst einsteigen.” vernehme ich im Satzverlauf leiser werdend, denn ich bin im Menschenmengen beiseite schieben mit zwei Kabinenkoffern selbstverständlich langsamer als Du mit Deiner Mutter gepäcklos. Es hilft nichts da müssen wir jetzt durch. In der Maschine blockiert Deine Mutter erfolgreich eine Dreiersitzreihe und so reisen wir doch recht komfortabel. Mein schlechtes Gewissen zwingt mich förmlich dem Bordpersonal zwei Bier abzukaufen und die zweieinhalb Stunden Flug sind flott vorbei.

Eine gute Autostunde Fahrt noch und wir sind am Ziel. Ich weis nicht mehr genau wie oft wir schon in Tarifa waren, jedenfalls haben wir es noch nie geschafft den Namen unseres letzten Vermieters zu notieren und so beziehen wir auch dieses Mal wieder ein neues Haus nicht weit vom Strand von Punta Paloma etwas außerhalb der Stadt, dafür mit Dachterrasse auf der ich genau zweimal stehe: bei der Schlüsselübergabe und am letzten Abend eine Woche später – wahrscheinlich weil der Grill im Garten steht. Unsere Vermieterin wohnt im Haus gleich nebenan und hat an unserem Anreisetag Besuch von Ihren Enkelkindern die zwar etwas älter sind als Du, das kleine Mädchen mit dem hübschen roten Hut (soweit mich meine ordentlich rudimentären spanischen Sprachkenntnisse nicht täuschen) aber so putzig finden, das Du sofort neue Spielkameraden gefunden hast. Deine Mutter und ich beglückwünschen uns gegenseitig zur gelungenen Hauswahl und öffnen eine Flasche Wein zur Begrüßung. Das Haus war übrigens die dritte oder vierte Alternative, nachdem die zunächst in Auge gefassten Objekte bereits ausgebucht waren – aber das interessiert uns gegenwärtig nicht besonders.

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Am nächsten Tag verschlägt es uns recht früh zum Strand und Deine Mutter organisiert sogleich bei der zufällig ebenfalls anwesenden Kitertruppe um Thilo – unserem Lehrer von vor ein paar Jahren – ihre Termine und Spots für die nächsten Tage. Alles bestens – noch keine 24 Stunden vor Ort und schon ist alles rund. Das Optimierungsherz Deiner Mutter ist glücklich.

Die nächsten Tage unterscheiden sich lediglich dahingehend welchen Beachclub wir in der Zeit in der sich Deine Mutter von 9 Quadratmeter Segeltuch durch die Straße von Gibralter ziehen läßt besuchen. Egal wo, es macht einfach unglaublich viel Spaß mit Dir dort aufzutauchen und zu sehen wie Du mit mittlerweile professionellem Selbstverständnis eine Gruppe von verzückten Bestaunern um Dich scharst und die Zeit zwischen Strand, Bar und Lounge eigentlich nur so verfliegt. Ab Mittags kommt mir manchmal rein zufällig ein Mojito entgegen, dem ich einfach nicht ausweichen kann.

An irgendeinem der folgenden Tage magst Du allerdings überhaupt nicht ins Auto steigen, willst alle fünf Sekunden etwas anderes und ich entscheide Kraft väterlicher Willkür mit Dir zu Hause zu bleiben, überzeuge Deine Mutter dennoch aufs Wasser zu gehen und bringe es sogar fertig Dir ganze drei Löffel Mittagessen zu verabreichen. Dann brauchen wir nur noch eine knappe Stunde bis Du Dich zum Mittagsschlaf überzeugen lässt und Du liegst in Deinem Bett. Ich glaube Dir fehlte mal wieder der erbrachte Beweis wer hier in Wahrheit das Sagen hat und mit so einem gehaltvollem Gezicke sind die Fronten wieder gerade gerückt.

Kurz bevor Du erwachst rumpelt ein Auto die Schotterpiste zum Nachbarhaus empor und ich erkenne Anna, die Kellnerin einer Strandbar vom letzten Frühjahr wieder. Ihr folgen die bereits bekannten Vermieterenkelkinder und die Familienfolge ist unschwer auszumachen. Freundlicherweise brichst Du wie auf Bestellung Deine Ruhephase abrupt ab und forderst in die Freiheit entlassen zu werden. Die tobenden Kinder hast Du wahrscheinlich längst wahrgenommen und stapfst zügig in deren Richtung. Alle Beteiligten erkennen sich wieder und unsere Vermieteroma wird von Ihrer Schwiegertochter aufgeklärt warum sich hier alle so freudig begrüßen. Wie von Zauberhand bist Du wieder das zuckersüße kleine Kind der letzten Tage und nicht nur eine Flasche Wein begleiten den Nachmittag.

Anna ist bereits entschwunden als Deine Mutter wiederkommt und begeistert bemerkt wie ich Deinen Stimmungswandel bewerkstelligt habe. Ich schweige lauthals und schlage vor diesmal die Adresse unserer Vermieterin zu behalten.

“Der Kleinen gefällt es hier so gut.” sind meine Worte während ich in der Küche nach dem Korkenzieher suche. Deine Mutter hat übrigens völlig Recht damit mindestens einmal im Jahr hierher zu wollen. Das sollten wir ihr zugestehen – Nicht wahr, Prinzessin.


Kite & Kinderzeit
Sarah Sophie Mai 2013 – Tarifa
Musik – Amy Macdonald – The days of being young and free & Jhonny Cash – Asi Como Eres

Geschrieben in Valras-Plage, Languedoc-Roussillon, France.

Samoëns @ Super 8

Mai
2013
24

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Samoëns, Frankreich 2012/2013 in der Super 8 / Single 8 – Version.
Après-Ski – noch ohne Après und Ski.


Sarah Sophie Winter 2013 – Part 2/2 – Dezember 2012/Januar 2013
Musik – The Supremes – My world is empty without you


Geschrieben in Dusseldorf, North Rhine-Westphalia, Germany.