Der 56./ 4. Monat – Côte Russe

Je früher Leo lernt in unserer vagabundierenden Familie zurecht zu kommen, desto besser ist das für uns alle. So ungefähr könnte man die Marschrichtung Eurer Mutter dieser Tage deuten. Um die Ostertage herum wünscht ein langjähriger Kunde Eurer Mutter ihr Mittun und es stellt sich somit die Frage der Organisation eines solchen Projektes. Hinzu kommt, daß es an unserem Campingbus einiger, kleinerer Reparaturen bedarf und da Kunde und Werkstatt nur durch ein paar Dörfer voneinander getrennt sind ist klar, das wir beide Notwendigkeiten kombinieren. Da das Ganze unmittelbar an der Schweizer Grenze stattfindet basteln wir unseren Osterurlaub drumherum. Wir fahren also mit zwei Autos in die badische Provinz, geben den Campingbus zur Reparatur eine Woche ab, Leo spaziert im Bondolino mit Eurer Mutter zwei Tage durch Produktionshallen und ist selbstverständlich der Star bei den meist weiblichen Arbeiterinnen. Immerhin hat Eure Mutter zumindest vorher angekündigt in Familienstärke anzureisen. Die Mitarbeiter der Firma kennen allerdings Sarah Sophie in ungefähr dem gleichen Alter und sind somit wenig irritiert.

Die beiden Tage vergehen flugs und kurz vor Ostern geht es von hier nun weiter nach Nizza. Hier haben wir eine entzückende Wohnung, recht zentral gelegen, ergattert die vor allem mit einem unschlagbarem Vorteil aufwartet: Einer dieser typischen kleinen eingezäunten Parks inmitten von Wohnhäusern wie sie in jeder französische Großstadt zu finden sind – inklusive Spielplatz – ist direkt nebenan. Unsere englische Vermieterin gibt uns noch die letzten Tipps und einer Woche frankophiler Urlaubsfreuden steht nichts mehr im Wege.

Und genau auf diesem Spielplatz trudeln wir ein paar Tage später ein – aber Sarah Sophie scheint wenig begeistert ob dieses Umstandes. Du weichst nicht von meiner Seite und willst nur auf irgendwelche Klettergeräte wenn ich mitkomme. Ein paar Mal druckst noch herum und dann kommt die Erklärung für Dein so ungewöhnliches Verhalten: „Papi, ich verstehe die Kinder hier ja alle nicht! Deshalb mag ich nicht mit denen spielen!“ Das ist so ziemlich die schallendste aller Ohrfeigen für zutiefst kosmopolitische Eltern. Meine Hinweise, daß genau das Dir doch sonst völlig egal ist, ignorierst Du genauso tapfer wie stoisch. Nichts zu machen, Du verlässt die Parkbank nicht ohne mich. Derweil wiegt Eure Mutter Leo mit beherzter Kinderwagenkurvenakrobatik in den Schlaf.

Nach einer Weile scheint sich die gesamte Spielplatzbelegschaft auszutauschen. Fast wie verabredet verlässt alles französisch sprechende das Areal und auf einmal höre ich von überall her russisch. Das stelle man sich in etwa so vor: Von allen Seiten werden Kinderwagen der üblich-verdächtigen Premiummarken herumgeschoben und die örtliche Mobilfunkzelle müsste eigentlich kollabieren, da auf einmal alle Muttis und Papis selbstverständlich ununterbrochen zu telefonieren haben. Hat aber einen Vorteil, man hört die benachbarte Baustelle nicht mehr. Jedenfalls erinnern mich gegenwärtig lediglich die Palmen des Parks daran nicht in Moskau zu sein. Gefühlt werde ich allerdings gerade an die russische Schwarzmeerküste katapultiert, was Sarah Sophie veranlasst von meinem Schoß zu hopsen und nach ihrem Sandspielzeug zu fragen. „Das ist im Auto, hier gibt es doch gar keinen Sandkasten.“ entgegne ich und werde im folgenden darüber aufgeklärt das die Notwendigkeit einer Verfügbarkeit von Eimer und Schaufel auf der einen Seite nicht zwingend in Korrelation mit einer vorhandenen Buddelbude auf der anderen Seite stehen muss. Heißt, Du verklickerst mir Deine Sandkastenutensilien zu holen.

Von nun an ist der Spielplatz gar nicht mehr doof und langweilig und während Du unter einem Baum beginnst so ganz für Dich alleine umherzuharken scharren sich in kurzer Zeit immer mehr Kinder um Dich um das seltsame Spielzeug zu begutachten. Zum Verständnis: Es handelt sich um ganz gewöhnliche Schaufeln, Harken und Förmchen wie sie in jedem Sandkasten zu finden sind, aber eben gerade nicht hier. Nach zehn Minuten sitzen mindestens 10 Kinder unter besagtem Baum und es wird russischer Kuchen gebacken. Du bemerkst recht bald, das es hier verschiedene Begehrlichkeiten in Richtung Deiner Gerätschaften gibt und Du verteilst nicht ganz ungönnerhaft die Ausrüstung. Von nun an sind wir natürlich öfters auf dem „Russischen Spielplatz“ wie Du den Park getauft hast. Das Prozedere wiederholt sich übrigens an jedem Tag den wir hier sind exakt gleich. Sage also nochmal einer Kinder seien nicht berechenbar.

Die finale russisch-französische Urlaubsverwirrung erleben wir einige Tage später in Antibes. Dort am Strand angekommen scheint ein gleichaltriger Junge aus Deutschland nur auf Dich gewartet zu haben und wie selbstverständlich werden Spielzeuge getauscht und ganze Landschaften in den Sand gebaut. Dauert etwa eine Stunde denn dann wird Dein neuer Freund von seinen Eltern zum Essen beordert. Und da ist wieder meine Tochter wie ich sie kenne. Spielkamerad weg – egal, lassen wir uns eben von jemand anderen entdecken. Das dauert ganze zehn Minuten und schon fährt ein Dreikäsehoch auf einem Kindertraktor an uns vorbei. Der quatscht Dich auch gleich auf russisch an und wird von Dir nebst des Traktors zur bisherigen Spielstätte beordert um das Equipment einzusammeln. Von nun an schauen wir nicht mehr nach rechts sondern nach links um der Bebauung einer neuen Küstenlandschaft beiwohnen zu können. Die deutschen Bauwerke sind übrigens schmaler und quer zum Meer gebaut, die russischen breit und längst zum Wasser angeordnet. Das hat bestimmt nicht direkt etwas zu sagen, ist mir aber einfach mal aufgefallen.

Und um das Klischee dann auch noch vollständig abzurunden stellt sich der Vater des Traktorfahrer als Immobilienmakler für hiesige Luxusimmobilien vor – Wohnsitz Moskau!

Als dann auch wir in Richtung Mittagessen aufbrechen ist mein ganz persönliches Frankreichbild dann doch wieder gerade gerückt: Am Ende des Strand finden wir ein kleines Restaurant, welches nur aus Küche und Terrasse besteht und ich habe keine Ahnung was ich gerade bestellt habe. Jedenfalls sind alle glücklich und Sarah Sophie fasst kurz vorm Dessert den Urlaub in einem Satz zusammen:

„Papi, das ist schon ganz schön gut, daß ich auch russisch kann, wo doch alle Leute aus Russland hier Urlaub machen.“ Gar keine Frage: es gibt es zwei Kugeln Schokoladeneis – sozusagen für jede Sprache eine.

Geschrieben aus Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Der 55./ 3. Monat – Holland in Tirol

Das wir mit nun zwei Kindern weniger reisefreudig sind steht natürlich nicht zur Debatte, Skifahren ist also gesetzt und im Februar ist es endlich soweit. Zugegeben hält sich die Begeisterung Eurer Mutter in überschaubaren Grenzen, dürfte es ihr ja dämmern die kommenden Tage Dauergast irgendeiner Talstationshütte zu sein. Diesmal entscheiden wir uns für die Kitzbüheler Alpen und starten Richtung Fieberbrunn. Der Campingplatz liegt direkt an der Talstation und alles scheint gut. Es hat genug Schnee und die Aussichten sind prächtig. Lediglich der geringfügige Misstand einer defekten Heizung im Campingbus läßt die erste auch die letzte Nacht dort sein. Dumm gelaufen aber durch die örtliche Touristeninformation vor Ort nicht weiter relevant. Wir finden ein kleines Appartement im Ortszentrum und spazieren eben jeden Tag zu Fuß zum Lift.

Am nächsten Morgen geht es zunächst zur Skischule, Material und Kurs für Sarah Sophie organisieren. Eure Mutter stellt sofort klar, daß hier mit Anfängergruppen überhaupt nichts zu gewinnen ist und verweist auf den letztjährigen Skikurs von Dir. Ich behaupte jetzt mal der gemeine, gestandene Tiroler Skilehrer hört nicht zum ersten Mal möglicherweise, eventuell, punktuell nuanciert zu positive Einschätzungen kindlicher Alpinleistungen. Ich halte mich da einfach mal zurück und kaufe die Skipässe. Dein Skikurs startet zwar erst am kommenden Tag, aber Deine Ski willst Du natürlich sofort ausprobieren und so ziehe ich Dich artig den kleinen Hügel herauf und erst nachdem auch Du einsiehst, das ein gesamter halber Meter Höhenunterschied nichts bringen wird entledigst Du Dich Ski und Schuh. Das Skipässe aber auch erst für folgende Tage gelten betrübt Deine kindliche Seele deutlich und nahezu ganze zehn Minuten, denn dann geht es zum Essen. Spagetti Napoli heißt unser aktuelles Zauberwort und wer braucht da schon Babyberge. Prinzip Ablenkung funktioniert erfolgreich.

Sarah Sophies zweiter Skikurs, Februar 2016, Fieberbrunn
Sarah Sophies zweiter Skikurs, Februar 2016, Fieberbrunn

Am nächsten Morgen trifft sich das skifahrende Kindervolk an der Talstation und die Lehrer sondieren das Können der einzelnen Probanden. Und da ist er der: Der mütterliche Super-GAU schlechthin: Du scheinst alles vergessen zu haben. Schneepflug was ist das? Kurvenfahren unbekannt! Der dazugehörige Skilehrer heißt Daniel und erinnert äußerlich eher an einen RAF-Aufbauhelfer der frühen 70er, wodurch ihn Eure Mutter selbstverständlich unmittelbar ins Herz schließt. Und eben der deutet mit Dir auf die Anfängergruppen am Zauberteppich. „Halt mal Leo!“ sind die letzten Worte bevor Eure Mutter aktiv ins Geschehen eingreift. Also – um das mal zurückhaltend auszudrücken. Leidenschaftlich gestikulierend verteidigt sie Deinen Platz im erweiterten Fahrerfeld der Nicht-Anfänger. Mein Einwand, der besagte Skikurs liegt ja nun auch schon mehr als 13 Monate zurück, kontert Eure Mutter locker aus: „Du hast doch gesagt Skifahren ist wie Fahrradfahren – das verlernt man nicht.“ Das stimmt zwar, bezieht sich allerdings auf Erwachsene mit mehrjähriger Skiabstinenz. Auf solche Spitzfindigkeiten kann aktuell natürlich keine Rücksicht genommen werden und Eure Mutter wird nicht müde die alpinen Erinnerungslücken wortreich aufzufüllen. Hilft aber alles nix, Du gehst in eine andere Gruppe. Die Zustimmung Eurer Mutter pendelt sich auf Gefrierpunktniveau ein. Du bist jedenfalls nicht unglücklich und stapfst mit Deinen neuen Mitstreitern zum Zauberteppich. Alles ist gut und ich verspreche in Zukunft einmal im Monat mit Dir in die Skihalle zu gehen.

Überraschend braucht Eure Mutter auch nur zwei Tage um wieder strahlend mit Leo auf dem Arm im Schnee zu stehen. Irgendwann werde ich jedenfalls darüber informiert, das Sarah Sophie nun doch nicht bei den ganz Kleinen unterwegs ist, ich sie aber gerade nicht sehen könne, da ihre Gruppe zufällig gerade mit dem Schlepplift nach oben gefahren ist. Der Urlaub erfährt seine finale Rettung während ein fröhlich winkendes Kind im rosa Skianzug als Erste ihrer Gruppe den Berg herunter kurvt.

Von nun an möchtest Du auch nicht mehr mit uns zu Mittag essen, sondern spazierst lieber mit Deinem neuen Skilehrer Fabian und Eurer Gruppe ins Restaurant zum „Kinderessen“. Wir werden mal wieder nicht gebraucht. Nebenbei lernst Du dann auch noch ein bisschen Niederländisch. Unser kleines Tiroler Bergdorf erscheint dieser Tage wie ein Vorort von Amsterdam. Egal wo wir hingehen, Oranje ist schon da. Im Lift, auf den Hütten und – wen wundert es – in Deinem Skikurs wird holländisch gesprochen. Ein Junge aus München und Du sind die einzigen Nicht-Holländer und auch Kinderskichef Fabian kommt standesgemäß aus Utrecht. Das nenne ich mal europäisch. Ob im Gegenzug auch österreichische Segellehrer am IJsselmeer anzutreffen sind konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Sarah Sophies Resümee lautet jedenfalls: „Papa, was spricht man in Österreich nochmal für eine Sprache? (kurze Pause) Ach ja, Holländisch. Aber das ist ja auch ganz schön schwer, daß die da anders sprechen als sie heißen.“

Holland hat also wohl Berge, die stehen eben nur in Österreich.

Tot ziens …

Geschrieben aus Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Der 54./ 2. Monat – Das Pferd zur See muss her

Es ist Zeit für das Finale – und zwar das zur See sozusagen. Leos Babyschwimmkurs startet erst im nächsten Monat, aber Große Schwestern dürfen dort nur zu Kleinen Brüdern mit ins Wasser wenn sie schwimmen können. Also muss das Seepferdchen her und zwar zügig. Eindeutig ein Projekt für Deine Mutter. Selbstverständlich gibt es ausschließlich eine einzige Schwimmschule in Düsseldorf die in Frage kommt. Woher derlei Qualitätsinformation herrührt weiß ich zwar nicht, dafür Eure Mutter umso mehr. Bereits vor einigen Monate habe ich also die Schwimmschule Seifert angerufen, mich gefühlt auslachen lassen ob meiner Nachfrage einer möglichen Kursteilnahme in den folgenden Wochen. Aber in der auferlegten Roadmap Eurer Mutter ist das selbstverständlich einkalkuliert und somit ist die mehrmonatigen Warteliste folglich kein Problem.

Irgendwann bekommen wir einen Anruf und einen Platz. Somit hole ich Dich jeden Freitag bereits mittags im Wald ab und wir juckeln von nun an einige Monate ins Neanderbad nach Erkrath. Die vorstädtische Variante war notwendig um nicht noch länger auf der Warteliste zu versauern. Und hier lerne ich meine Tochter mal von einer ganz anderen Seite kennen. Ich muss mit ins Wasser das ist klar, aber von meinem Arm trennst Du Dich nur unter lautstarkem, brüllenden Protest der mich schon fast an der Sinnhaftigkeit dieses Ansinnen zweifeln läßt – von Deiner sonstigen Selbständigkeit in Form von „Papa, Alleine!“ sind wir Lichtjahre entfernt. Warum weiß ich nicht. Der Engelsgeduld Deiner Schwimmlehrerin sei dank und nach nur drei Wochen steigen wir in den Regelbetrieb ein. Da der Kurs anfangs nur aus drei Kindern besteht, darfst Du Dir solche Allüren erlauben.

Dann – von einem auf das andere Mal – geht alles im Eiltempo. Tiefenentspannt ruderst Du im Froschbeinmodus durchs Wasser und verachtest jedwede Schwimmhilfe: Sicherlich schaue ich wahrscheinlich rein zufällig gehörig hoheitsvoll, wenn ich vor der anwesenden Muttiriege bereitwillig Auskunft darüber gebe wieso Du als Kleinste im Kurs als Erste die Schwimmflügel über Bord bzw. den Beckenrand wirfst. Soweit alles nach Plan, wäre da nicht eine winzige Kleinigkeit die uns vom Frühschwimmerabzeichen (das heißt wirklich so) trennt. Über Wasser alles bestens aber unter die Wasserlinie bekommen Dich keine der sprichwörtlichen zehn Pferde. Nichts zu machen, Dein Kopf weigert sich genauso beharrlich wie dickköpfig das nasse Element von unten zu betrachten.

Was nun folgt ist nicht sonderlich erstaunlich: unsere heimatliche Badewanne wird kurzerhand zum Tauchkübel umfunktioniert und Du verbarrikadierst Dich mit Deiner Mutter zur Flachwasserklausur. Das Ergebnis ist wenig überraschend: völlig stolz verlässt Du irgendwann das Badezimmer um mir mitzuteilen am kommenden Freitag bereitwillig unter Wasser zu tauchen und im Anschluß in einem der üblich-verdächtigen Geschäften Dein versprochenes Geschenk einzulösen. Hoch erhobenen Hauptes verlässt Deine Mutter ebenfalls den Sanitärbereich. Der kommende Freitag dürfte damit nur noch reine Formsache sein, denn Tauchen gehört ab sofort zum selbstverständlichen Freizeitprogramm.

Bleibt die Frage, wie nun Leo in die schwimmende Familienfreizeit zu integrieren ist. Die Lösung kommt – wie so oft – aus dem Osten. Eines Abends steht Deine Mutter strahlend in der Tür und präsentiert eine Art aufblasbare Halskrause die um Leos Hals zu legen ist und es ihm von nun an ermöglicht nahezu frei im Wasser zu schweben. Die Damen des Hauses sind begeistert während meine Hinweise auf ein fehlendes – wie auch immer geartetes – Sicherheitszertifikat als Zentraleuropäer-Papa-Beruhigungsunsinn abgetan wird. Das Produkt funktioniert und fertig. Das Zentralkomitee des Familiensowjet verfügt die Freigabe und das Gerät absolviert einen Badewannentest am Kind.

Väterliche Sicherheitsbedenken verpuffen selbstredend umso schneller je größer die kindliche Partizipation am Objekt ausfällt – und die ist im vorliegenden Fall bei vollen einhundert Prozent angeschlagen: Zum folgenden Schwimmunterricht stolziert eine Große Schwester vorneweg – den brüderliche Schwimmring untergehakt – mit einem dermaßen eloquenten Selbstverständnis ins Wasser das es bildhaft nur so platscht. Die geforderten 25 Meter schwimmst Du vorschriftsmäßig artig ab und das befürchtete Tauchdilemma bleibt einfach mal aus. Seepferdchen bestanden und den orangenen Aufnäher befestigt Deine Mutter stolz an Deinem Lieblingsbadeanzug.

Nun lassen wir also Leo zu Wasser. Unter interessierter Anteilnahme der umherstehenden Badegäste montiert ihr beide Leos Hals in besagte Apparatur und los geht es. Und was in der Badewanne funktioniert, klappt mit Zuschauer nur noch umso besser. Ungefähr das dürftest Du Dir gedacht haben, während Dein Bruder an seinen Beinen durch das Schwimmbecken gezogen wird.

Leos erster Badegang, Januar 2016, Neanderbad Erkrath
Leos erster Badegang, Januar 2016, Neanderbad Erkrath

Du bist in Deinen Element, Dein Bruder freut sich wahrscheinlich einmal nicht an den Armen sondern Beinen herumgefuhrwerkt zu bekommen und Deine Mutter steht im Wasser und erklärt das neue Babybadeprinzip.

Und ich hatte ja schließlich eine Woche Zeit mich an Euer neues Hobby zu gewöhnen.

Herzlichen Glückwunsch zum Seepferdchen meine Große und weiterhin viel Geduld mit Ihr mein Kleiner Kerl.

Geschrieben aus Nizza, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Frankreich.